König Charles für tot erklärt: So kam es zur kuriosen Panne

König Charles für tot erklärt: So kam es zur kuriosen Panne

- Lisa Federschmidt
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

Ein kurzer Moment der Neugier sorgte im Mai beim britischen Radiosender Radio Caroline für eine Schlagzeile, die niemand geplant hatte: Mitten im laufenden Programm wurde König Charles III. (77) für tot erklärt – obwohl der Monarch quicklebendig ist. Ausgelöst hatte die Panne ein Mitarbeiter, der an einem Studiocomputer Wartungsarbeiten durchführte. Dabei stieß er auf eine Audiodatei und spielte sie kurzerhand ab, um zu hören, was sich dahinter verbirgt. Es handelte sich um eine Notfallaufnahme, die eigens für den tatsächlichen Todesfall des Königs vorbereitet worden war. Die Datei überlagerte prompt die Sendung des Moderators, der von einem anderen Standort aus auf Sendung war. Als dem Mitarbeiter klar wurde, was er da gerade in Gang gesetzt hatte, stoppte er die Wiedergabe sofort. Anschließend geriet er in Panik und verließ kurzerhand das Firmengelände.

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hat den Ablauf des Missgeschicks nun in einem Bericht rekonstruiert. Demnach hatte sich der Mitarbeiter nicht an die strengen Vorgaben gehalten, die für den Umgang mit derart sensiblem Material gelten. Rund eine halbe Stunde nach der Falschmeldung entschuldigte sich Radio Caroline live im Programm bei den Hörern und beim König, später folgte auch eine Entschuldigung in den sozialen Medien. "In den 30 Minuten bis zur Entschuldigung war viel los", heißt es in dem Ofcom-Bericht. Der verantwortliche Mitarbeiter bat seinerseits um Verzeihung und kam mit einer Verwarnung davon. Der Sender zog zudem Konsequenzen: Brisante Aufnahmen werden künftig nicht mehr auf dem Studiocomputer abgelegt, sondern auf externen Festplatten verwahrt. Zusätzlich wurden sämtliche Beschäftigten noch einmal darüber informiert, wie im Umgang mit solchen Dateien korrekt vorzugehen ist.

Bereits im Mai hatte sich Senderchef Peter Moore zu Wort gemeldet und den Vorfall auf Facebook erklärt. "Das Protokoll 'Monarch' – das alle britischen Radiosender bereithalten, in der Hoffnung, es niemals nutzen zu müssen – wurde versehentlich ausgelöst und hat fälschlicherweise den Tod Seiner Majestät des Königs verkündet", schrieb er. Um die Gesundheit von Charles wird ohnehin seit Längerem gebangt: Im Februar 2024 machte der Royal öffentlich, dass bei ihm Krebs festgestellt wurde. Die Diagnose ergab sich im Zuge eines Eingriffs wegen einer vergrößerten Prostata – um Prostatakrebs handelt es sich dem Buckingham-Palast zufolge allerdings nicht. Der 77-Jährige wird nach wie vor behandelt. Seine Termine im Dienst der Krone nimmt er inzwischen aber wieder ganz regulär wahr.

König Charles III. besucht die Animal and Plant Health Agency in York
Getty Images
König Charles III. besucht die Animal and Plant Health Agency in York
König Charles auf dem Fahrrad 2021
Getty Images
König Charles auf dem Fahrrad 2021
König Charles III. bei einem Besuch mit Königin Camilla im Community-Hub The Warehouse in Newtownards
Getty Images
König Charles III. bei einem Besuch mit Königin Camilla im Community-Hub The Warehouse in Newtownards
War die bloße Verwarnung für den Mitarbeiter aus eurer Sicht ausreichend?