

Harrys harte Worte: So liebevoll war König Charles wirklich
Ein ausgelassener Vater, der lachend hinter seinen Söhnen herjagt – so hat Ruthie Henshall (59) König Charles (77) in dessen Zeit als Prinz von Wales erlebt. In ihren Memoiren "The Showgirl and the Prince" schildert die Musicaldarstellerin einen Moment aus ihren Aufenthalten mit der Königsfamilie auf Schloss Balmoral. Damals war William (44) zehn und Harry (41) acht Jahre alt. "Ich sah, wie Charles in den Fluren von Balmoral mit William und Harry, damals zehn und acht Jahre alt, herumtollte", erinnert sie sich in ihrem Buch. Und weiter: "Er liebte diese Jungs ganz offensichtlich, und sie quietschten vor Freude, als Papa sie jagte." Ihre Beobachtung zeichnet damit das Bild eines verspielten und zugewandten Familienvaters. Und sie steht in deutlichem Kontrast zu dem, was Harry Jahre später öffentlich über seinen Vater erzählte – nämlich das Bild eines Mannes, der emotional kaum präsent gewesen sei.
Denn in seinen Memoiren "Reserve" beschrieb Harry das Verhältnis zu seinem Vater alles andere als herzlich. "Pa umarmte mich nicht", hielt er dort fest. Charles habe sich schwergetan, direkt zu kommunizieren, zuzuhören und Nähe von Angesicht zu Angesicht zu zeigen. Stolz habe der heutige König stattdessen lieber schriftlich ausgedrückt: Nach langen Abendessen habe Harry Briefe auf seinem Kopfkissen gefunden, in denen ihn sein Vater für seine Erfolge lobte. Er habe sich darüber gefreut – und sich gleichzeitig gefragt, warum Charles ihm das nicht wenige Minuten zuvor persönlich gesagt hatte. Ganz anders klingt es bei Royal-Autorin Penny Junor: In "Charles: Victim Or Villain?" beschrieb sie, wie William und Harry nach den Hubschrauberlandungen ihres Vaters in Highgrove über ein Schafsfeld liefen und ihm in die Arme sprangen. Privat hätten die drei miteinander gescherzt, gerauft, sich umarmt und geküsst.
Dass Ruthie überhaupt so private Momente der Familie miterleben konnte, hat einen besonderen Hintergrund: Die Britin war in den 1990er-Jahren fast fünf Jahre lang mit Charles' jüngerem Bruder Prinz Edward (62) liiert. Dadurch erhielt sie seltene Einblicke in das Miteinander der Royals abseits der Öffentlichkeit. Auf Balmoral erlebte sie zwar königlichen Luxus und hatte sogar eine eigene Zofe – die Familie selbst nahm sie hinter verschlossenen Türen jedoch als überraschend bodenständig wahr. Über diese Erinnerungen sprach die Musicaldarstellerin nicht nur in ihrem Buch, sondern auch im "A Right Royal Podcast" von Hello!.








