Darum sagte Brad Pitt "Die Verurteilten" überraschend ab

Darum sagte Brad Pitt "Die Verurteilten" überraschend ab

- Lisa Mayr
Lesezeit: 2 min
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Es hätte eine kleine, aber entscheidende Rolle in einem der bekanntesten Filme der Neunziger werden können: In Frank Darabonts (67) Gefängnisdrama "Die Verurteilten" war Brad Pitt (62) eigentlich als Häftling Tommy vorgesehen. Der Schauspieler hatte bereits zugesagt – doch dann kam ihm sein eigener Erfolg dazwischen. Nach seinem Durchbruch mit "Thelma & Louise" schoss sein Marktwert in Hollywood in die Höhe. Gegenüber USA Today erinnerte sich der Regisseur an die überraschende Absage: "Wir wussten nicht, dass Pitt so schnell zum Superstar werden würde. Als er dann schließlich antreten sollte, wollten [er und seine Agentur] nicht zu ihrer Rollenzusage stehen." Die Rolle des Tommy übernahm schließlich Gil Bellows (59), der Film kam 1994 in die Kinos. Brad entschied sich stattdessen für das Fantasyepos "Interview mit einem Vampir" – ein Projekt, das für ihn zum Albtraum werden sollte.

Auf dem Papier klang die Entscheidung nachvollziehbar: eine größere Rolle, ein publikumswirksamer Stoff und mit Tom Cruise (64) ein weiteres Kassenzugpferd an seiner Seite. Die Realität am Set sah für Brad allerdings anders aus. Monatelange Nachtdrehs und die aus seiner Sicht passive Figur des Vampirs Louis setzten ihm zu. "Es ging mir grauenhaft. [Aufgrund der Nachtdrehs] 6 Monate beschissene Dunkelheit", erzählte er Entertainment Weekly. "Für mich gab es einfach nichts zu tun außer herumzusitzen und zu warten. Irgendwann zerbrach es mich. Ich fragte [Produzent] David Geffen, was mich der Ausstieg aus dem Film kosten würde. Er sagte ganz ruhig: '40 Millionen Dollar.'" Diese Summe konnte der Hollywoodstar nicht aufbringen – also blieb er bei der Produktion. Finanziell ging die Rechnung trotzdem auf: "Die Verurteilten" floppte zunächst an den Kinokassen, während der Vampirfilm zum Erfolg wurde.

Bereuen will Brad die verpasste Chance bei dem Gefängnisdrama dennoch nicht. "Es wäre cool gewesen, in [Die Verurteilten] mitzuspielen, aber ich habe da keine Reue", stellte er gegenüber USA Today klar. Er erklärte weiter: "Ich glaube an die Art, wie die Dinge sich entwickeln: Das war einfach die Rolle für jemand anderen. Hätte ich die Rolle angenommen, hätten sich vielleicht später andere Dinge nicht ergeben. Es hängt alles zusammen." So gelassen fallen seine Rückblicke auf frühere Großproduktionen aber nicht immer aus. Auch das Actionepos "Troja" aus dem Jahr 2004, das kommerziell durchaus erfolgreich war, hinterließ bei dem Schauspieler gemischte Gefühle.

Brad Pitt, Filmstar
Imago
Brad Pitt, Filmstar
Morgan Freeman und Tim Robbins in "Die Verurteilten"
ActionPress
Morgan Freeman und Tim Robbins in "Die Verurteilten"
Kristen Dunst, Brad Pitt und Tom Cruise in "Interview mit einem Vampir"
Action Press / United Archives GmbH
Kristen Dunst, Brad Pitt und Tom Cruise in "Interview mit einem Vampir"
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