Brad Pitt bereut diesen gefeierten Hollywoodfilm bis heute
Rund 430 Millionen Euro an den Kinokassen, ein Held aus der griechischen Mythologie und Brad Pitt (62) in Bestform – auf dem Papier klingt "Troja" nach einem Erfolgsrezept. Und tatsächlich war das Action-Epos von 2004, in dem Brad den legendären Krieger Achilles verkörperte, ein riesiger kommerzieller Erfolg. Doch ausgerechnet der Hauptdarsteller blickt heute mit gemischten Gefühlen auf den Film zurück. Gegenüber dem New York Times Magazine gestand er, dass ihn das Projekt im Nachhinein reut: "Ich war enttäuscht davon. Wenn man versucht, seine Karriere in die richtige Richtung zu leiten, bekommt man viele Ratschläge. Die Leute sagen einem, man solle dies tun und andere sagen, man solle das tun."
Besonders die Inszenierung des Films hat Brad bis heute nicht losgelassen. "Ich konnte nicht aus der Mitte des Bildes herauskommen. Es machte mich wahnsinnig", erklärte der Schauspieler. Dabei bemühte er sich ausdrücklich darum, Regisseur Wolfgang Petersen (†81) nicht zu kritisieren: "'Das Boot' ist einer der großartigsten Filme aller Zeiten. Aber irgendwo wurde 'Troja' zu einer kommerziellen Angelegenheit. Jede Aufnahme war wie: 'Hier ist der Held!' Es gab kein Geheimnis." Diese Erfahrung habe ihn letztlich dazu gebracht, künftig bewusster auf die Wahl seiner Projekte zu achten. Als Vergleichspunkt nannte er die Zusammenarbeit mit Regisseur David Fincher (64), die ihn in seinen hohen Ansprüchen geprägt habe.
Die Entscheidung, fortan auf sogenannte Qualitätsstoffe zu setzen, hat Brads Karriere tatsächlich nachhaltig geprägt. In den Jahren nach "Troja" war er in Filmen wie "Inglourious Basterds", "12 Years a Slave", "The Big Short" und "Once Upon a Time… in Hollywood" zu sehen – allesamt Produktionen, die sowohl bei der Fachpresse als auch beim Publikum großen Anklang fanden. Für seine Rolle in "Once Upon a Time… in Hollywood" wurde der Schauspieler sogar mit dem Oscar als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet.








