Brad Pitts Rückkehr zu Alkohol kann gefährliche Folgen haben
Brad Pitt (62) setzt nach sieben Jahren ohne Alkohol wieder auf kontrollierten Konsum. Genau davor warnt nun die Suchtexpertin Jessica Steinman aus Los Angeles. Die leitende klinische Mitarbeiterin der Entzugseinrichtung No Matter What Recovery stellte gegenüber Fox News zunächst klar, dass sie beim Schauspieler keine Alkoholkonsumstörung diagnostiziere. Wer in der Vergangenheit jedoch Probleme mit Alkohol hatte und später erneut trinke, gehe ein Risiko ein. In ihrer langjährigen Arbeit habe sie nur selten erlebt, dass eine solche Rückkehr dauerhaft gut ausgehe. Es gebe durchaus Betroffene, die Alkohol nach einer langen Phase der Abstinenz wieder in ihren Alltag integrieren könnten – diese seien aus ihrer Sicht aber die große Ausnahme. Solche Menschen bezeichnete sie als "Anomalien und Ausnahmen von der Regel".
Nach vielen alkoholfreien Jahren könne leicht eine trügerische Sicherheit entstehen. "Die Leute denken: 'Oh, ich habe so lange durchgehalten. Ich glaube, ich werde es schaffen, damit umzugehen – ich habe jetzt die Fähigkeiten. Ich habe Werkzeuge'", erklärt Jessica. Sie vergleicht eine Abhängigkeit mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder einem Herzleiden, die dauerhaft behandelt oder kontrolliert werden müssten. Alkohol und Drogen könnten das Belohnungssystem im Gehirn verändern. Die starke Reaktion auf das mit dem Konsum verbundene Dopamin verschwinde laut der Expertin auch während einer Abstinenz nicht, sondern ruhe lediglich. Für dieses Risiko nutzt sie ein eindringliches Bild: "Wenn man diesen Bären weckt, kann das Leben schnell unkontrollierbar werden." Zu den Warnsignalen zählt Jessica steigende Trinkmengen, unberechenbares Verhalten, heimliches oder alleiniges Trinken sowie Alkohol am Tag. Wer solche problematischen Muster bei sich bemerkt, sollte sich nach ihrer Empfehlung an eine Suchtberatung wenden.
Der Oscarpreisträger hatte Anfang August 2026 öffentlich gemacht, nach sieben alkoholfreien Jahren wieder gelegentlich Wein zu trinken. Im Interview mit Esquire erklärte Brad, dass er nur wenige Drinks zu sich nehmen könne und verantwortungsvoll mit dem Thema umgehen müsse. Er selbst zeigte sich überzeugt, seine Grenzen genau zu kennen. Jessica rät Menschen mit einer problematischen Vorgeschichte generell davon ab, diese Grenzen mit Alkohol erneut auszutesten. Ein zusätzliches Problem sei aus ihrer Sicht, dass der Begriff des moderaten Konsums sehr unterschiedlich ausgelegt werden könne. Für die einen bedeute er ein Getränk pro Tag, für andere Alkohol ausschließlich zum Abendessen oder eine Beschränkung auf Bier und Wein.









