Sorge um Harald: Die Königsfamilie verlässt Klinik wieder
Marius Borg Høiby (29) hat das Rikshospitalet in Oslo am Donnerstag wieder verlassen. Zuvor war er dort eingetroffen, weil sich der Gesundheitszustand von König Harald V. (89) deutlich verschlechtert hatte. Wie die norwegische Zeitung VG berichtet, fuhr der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (53) um 15:52 Uhr von der Klinik ab. Wenige Minuten später verließ auch der übrige Teil der Kronprinzenfamilie das Krankenhaus. Für besonderes Aufsehen sorgte allerdings eine Aufnahme, die die Zeitung Vårt Land bereits gegen 10:30 Uhr veröffentlichte. Darauf ist Marius in den Fluren der Klinik zu sehen – gemeinsam mit Bjørn Bendz, dem Leibarzt des Königs. Weshalb Marius gemeinsam mit Bjørn unterwegs war und ob die beiden über Haralds Zustand sprachen, ist nicht bekannt. Weitere Einzelheiten zu der auffälligen Begegnung wurden bislang ebenfalls nicht veröffentlicht.
Am Donnerstag waren neben Marius auch zahlreiche weitere enge Angehörige von König Harald ins Rikshospitalet gekommen. Kronprinz Haakon (53), Kronprinzessin Mette-Marit, Prinz Sverre Magnus (20) und Prinzessin Ingrid Alexandra (22) hielten sich ebenso dort auf wie Königin Sonja (89) und Prinzessin Astrid (94). Der Palast hatte zuvor mitgeteilt, dass sich der Zustand des 89 Jahre alten Monarchen verschlechtert habe und inzwischen sehr ernst sei. Der Klinikbesuch ändert allerdings nichts an der aktuellen rechtlichen Situation von Marius. Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft, darf diese jedoch mit einer elektronischen Fußfessel zu Hause auf dem Anwesen Skaugum verbringen. "Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft mit elektronischer Überwachung", bestätigte sein Verteidiger Petar Sekulic der Nachrichtenagentur NTB. Zu den Hintergründen des Krankenhausbesuchs wollte sich der Anwalt hingegen nicht äußern: "Wir möchten uns zu rein privaten Angelegenheiten nicht äußern."
Marius trägt selbst keinen royalen Titel, gehört als Sohn von Mette-Marit aber zur Familie von König Harald. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich auch weitere enge Angehörige des Monarchen vor Ort auf. Auch politisch hatte die Lage Folgen. Norwegens Parlamentspräsident Masud Gharahkhani brach laut Vårt Land seinen Island-Aufenthalt vorzeitig ab und reiste zurück nach Norwegen. Eigentlich hätte er bis zum 28. August an einem Treffen der nordischen und baltischen Parlamentspräsidenten in Reykjavík teilnehmen sollen. Harald lag dem Bericht zufolge bereits seit dem 17. August im Krankenhaus. Zunächst wurde bekannt, dass er wegen einer hämolytischen Anämie behandelt wurde. Später kam eine bakterielle Infektion im Blut hinzu, gegen die er Antibiotika erhielt.















