Harry Styles gesteht: Touren wird nicht ewig weitergehen
Kurz vor dem Start seiner Konzertreihe im New Yorker Madison Square Garden blickt Harry Styles (32) ganz neu auf sein Leben als Tourmusiker. Im Interview mit W Magazine erzählte der Sänger, dass ihm seine längere Auszeit eine völlig andere Perspektive auf Auftritte verschafft habe. Die Bühne genieße er inzwischen viel bewusster – gleichzeitig sei ihm klar, dass diese Phase nicht unbegrenzt andauere. "Ich werde das nicht für immer machen", stellte er gegenüber dem Magazin klar. Dass seine Zeit auf der großen Bühne nicht unbegrenzt sein wird, hat Harrys Einstellung zu seinen Auftritten spürbar verändert. Bei den bevorstehenden Shows in New York möchte er die einzelnen Momente deshalb bewusster erleben, zwischendurch innehalten und die besondere Atmosphäre im Saal auf sich wirken lassen. Dabei geht es ihm vor allem darum, die Energie des Publikums wahrzunehmen und den Augenblick zu genießen, solange er noch Teil seines Lebens ist.
Früher sah das noch anders aus: Weil er bereits in sehr jungen Jahren mit dem Touren begonnen hatte, war das Leben unterwegs eng mit seiner Identität verknüpft. Längere Phasen zu Hause seien für ihn deshalb ungewohnt und teilweise sogar unangenehm gewesen. Manchmal habe Harry schlicht nicht gewusst, was er mit seiner Zeit anfangen sollte. Mittlerweile hat der Musiker jedoch auch ein erfülltes Leben abseits von Musik und Bühne aufgebaut, sodass ihn die Vorstellung einer Zeit ohne Tourneen nicht mehr verunsichert. "Heute fühle ich mich wohler mit der Person, die ich bin, wenn ich nicht auftrete. Dadurch macht mir das Touren viel mehr Spaß", erklärte er W Magazine. Auch die emotionale Großzügigkeit seiner Fans nehme er nach der Pause deutlich stärker wahr. Zuvor habe die ständige Nähe zum Konzertalltag einen Gewöhnungseffekt ausgelöst – erst der Abstand habe ihm die Bedeutung wieder vor Augen geführt.
Harry betrachtet seine Konzerte heute nicht mehr als reine Bühne für die eigene Person. Vielmehr versteht er sie als gemeinsames Erlebnis mit seiner Band, der Crew und dem Publikum – und genau dieses Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, empfindet er als befreiend. Besonders am Herzen liegt ihm die unmittelbare Gemeinschaft bei Konzerten. Mit der Frage nach einem stabilen Selbstbild beschäftigt sich der Popstar auch abseits der Bühne. Im Podcast "Q With Tom Power" hatte er vor einigen Wochen darüber gesprochen, wie belastend die scheinbar perfekte Version seiner Person sein kann, die Fans auf ihn projizieren – und wie schwer es sei, diesem Ideal zu entsprechen. Deshalb bemüht sich Harry darum, weder überschwängliches Lob noch negative Kritik als Maßstab für seinen eigenen Wert zu sehen.










