Dieser Verlust brach Jessica von Bredow-Werndl das Herz
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Dieser Verlust brach Jessica von Bredow-Werndl das Herz

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Jessica von Bredow-Werndl (40) muss einen schweren Verlust verkraften: Ihr Pferd Diallo erlitt Anfang 2026 völlig überraschend einen Hirninfarkt und konnte danach nicht mehr aufstehen. Im Bild-Podcast "May Way" spricht die vierfache Olympiasiegerin nun offen darüber, wie schwer sie der Verlust getroffen hat. Diallo konnte nach dem Infarkt seine linke Körperhälfte nicht mehr kontrollieren. Für Jessica brach damit eine Welt zusammen. Bis zum Schluss blieb die Sportlerin an der Seite ihres langjährigen Freundes und begleitete ihn beim Abschied. Der schmerzhafte Abschied hat bei der Sportlerin tiefe Spuren hinterlassen. "Das war für mich der bis dahin in meinem Leben schlimmste Schmerz, den ich bis jetzt gespürt habe", erinnert sie sich an diesen schweren Moment. Auch Monate später fällt es Jessica sichtlich schwer, über Diallos Tod und die dramatischen Umstände zu sprechen.

Besonders belastend war für die Reiterin das Gefühl, nichts tun zu können. "Es war schlimm, da ist man so ausgeliefert und so machtlos. Er hat am Ende losgelassen und konnte gut gehen, aber das zu begleiten, war schwer", schildert sie. Auch Monate später hat Jessica den Verlust nicht überwunden. Auf die Frage, ob Diallos Tod ihr weiterhin nahegehe, antwortet sie ohne zu zögern: "Ja, ja. Es ist immer noch schlimm." Halt fand die Sportlerin in dieser Zeit ausgerechnet dort, wo die Erinnerungen am größten sind – bei ihren anderen Pferden im Stall. Nach ihrer Wahrnehmung spürten die Tiere genau, wie schlecht es ihr ging, und spendeten ihr auf ihre eigene Weise Trost. Für die erfolgreiche Dressurreiterin sind Pferde deshalb weit mehr als Partner im Sport. Sie erlebt sie als einfühlsame Begleiter und bezeichnet sie sogar als "Therapeuten", die ihr in besonders schwierigen Situationen beistehen.

Die enge Bindung der Sportlerin zu Pferden reicht bis in ihre Kindheit zurück. Als sensibles und schüchternes Mädchen fühlte sie sich in der Nähe der Tiere häufig sicherer als unter Menschen. Referate vor der Schulklasse zu halten, sei ihr dagegen schwergefallen. War sie traurig oder hatte eine schlechte Note nach Hause gebracht, zog sie sich zu den Pferden zurück. Wenn ihr die Tränen kamen, setzte sie sich einfach in eine Box – und fühlte sich danach besser. Bis heute betrachtet Jessica die Tiere daher als festen Teil ihrer Familie. "Für mich sind die Pferde wie Kinder", erklärt sie. Zudem ist Jessica überzeugt, dass ihre Pferde ihre eigene Gefühlslage widerspiegeln. Gehe es ihr innerlich nicht gut, seien auch die Tiere nicht in Balance. Die enge Beziehung beruht für Jessica damit nicht nur auf gemeinsamem Training und sportlichen Erfolgen, sondern ebenso auf Vertrauen und emotionaler Nähe.

Jessica von Bredow-Werndl mit Pferd.
Instagram / jessica_von_bredow_werndl
Jessica von Bredow-Werndl mit Pferd.
Jessica von Bredow-Werndl, Profireiterin
Instagram / jessica_von_bredow_werndl
Jessica von Bredow-Werndl, Profireiterin
Jessica von Bredow-Werndl winkt auf TSF Dalera BB nach ihrer Kür bei den Olympischen Spielen Paris 2024 in Versailles
Getty Images
Jessica von Bredow-Werndl winkt auf TSF Dalera BB nach ihrer Kür bei den Olympischen Spielen Paris 2024 in Versailles
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