Leere Konzertplätze: Kerstin Ott verkauft zu wenige Tickets
Kerstin Ott (44) macht derzeit eine ungewohnte Erfahrung: Nicht jedes ihrer Konzerte stößt auf die Nachfrage, die man bei einer der bekanntesten Stimmen des deutschen Schlagers erwarten könnte. In der Giovanni Zarrella Show sprach die Sängerin offen darüber, dass sich die Tickets für manche Termine nur schleppend verkaufen. "Gibt Shows, die nicht gut verkauft sind", räumte die Musikerin ein. Die Ursache dafür sieht sie allerdings weder bei sich noch bei ihren Fans, sondern vielmehr in der angespannten finanziellen Situation vieler Menschen. Zahlreiche Konzertbesucher hätten momentan weniger Geld zur Verfügung und müssten genauer abwägen, wofür sie es ausgeben. Eine Eintrittskarte werde so schnell zu einem Luxus, auf den im Zweifel verzichtet wird. Die allgemeine Kaufzurückhaltung bekommt Kerstin damit auch bei ihren eigenen Shows unmittelbar zu spüren – in Form von freien Plätzen im Publikum.
Für Musiker kommt Kerstin zufolge noch eine weitere Schwierigkeit hinzu: Die Einnahmen durch physische Tonträger, die früher eine wichtige finanzielle Säule darstellten, sind inzwischen größtenteils weggebrochen. Gleichzeitig seien die Kosten für die Organisation und Umsetzung von Konzerten deutlich gestiegen, wodurch die gesamte Branche zusätzlich unter Druck gerät. Mit dieser Problematik ist die Schlagersängerin keineswegs allein. Auch Helene Fischer (42) äußerte sich zuletzt in der Diskussion um hohe Ticketpreise und machte darauf aufmerksam, wie viele Menschen an der Umsetzung einer großen Tournee beteiligt sind. "Wir schaffen irgendwo auch Arbeitsplätze", erklärte sie in den "Tagesthemen" der ARD. Hinter einer großen Bühnenshow stehen schließlich Techniker, Tänzer, Musiker und zahlreiche weitere Beschäftigte, deren Arbeit sich letztlich auch im Preis der Konzertkarten widerspiegelt.
Dass Kerstin Schwierigkeiten offen anspricht, dürfte für ihre Fans keine große Überraschung sein. Erst vor Kurzem machte die Musikerin ein sehr persönliches Gesundheitsthema öffentlich und berichtete über ihre Brustverkleinerung. Auch damit ging sie ohne große Umschweife an die Öffentlichkeit. Ihre Aussagen zu den schwächeren Ticketverkäufen passen zu dieser Offenheit: Anstatt Probleme schönzureden, spricht die Sängerin direkt über die aktuellen Herausforderungen ihres Berufsalltags. Ihren großen Durchbruch feierte Kerstin 2016 mit "Die immer lacht". Der Song entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten deutschen Titel der vergangenen Jahre und machte die ehemalige Malerin und Lackiererin innerhalb kürzester Zeit bundesweit bekannt. Seitdem zählt sie zu den etablierten Größen der Schlagerszene und veröffentlichte zahlreiche weitere Alben und Singles.

























