Nach Keefe-D-Urteil rückt P. Diddy plötzlich in den Fokus
Im Mordfall um Tupac Shakur (†25) ist Duane "Keefe D" Davis schuldig gesprochen worden – doch kurz nach der Entscheidung der Jury rückt bei vielen Fans bereits ein anderer Name in den Fokus: Sean "Diddy" Combs (56). Fast 30 Jahre nach den tödlichen Schüssen auf den Rapper sehen zahlreiche Nutzer in den sozialen Medien das Urteil als lang erwartete Gerechtigkeit. Gleichzeitig werden Stimmen laut, die fordern, dass Ermittler nun auch möglichen Verbindungen des Musikmoguls zu dem Fall nachgehen. Unter einem YouTube-Video zum Schuldspruch sammeln sich entsprechende Kommentare: "Zieht Puffy zur Rechenschaft", "Gebt uns jetzt DIDDY" oder auch "UND Diddy????", schreiben Nutzer dort. Wichtig ist allerdings: Bei den im Netz verbreiteten Vorwürfen gegen Diddy handelt es sich um bislang unbestätigte Behauptungen. Der Schuldspruch gegen Keefe D stellt keine Beteiligung des Musikmoguls an Tupacs Ermordung fest.
Andere Fans richten ihre Aufmerksamkeit dagegen ganz auf die Verurteilung von Keefe D und zeigen sich erleichtert darüber, dass es nach fast drei Jahrzehnten überhaupt zu einem Schuldspruch gekommen ist. "Endlich, besser spät als nie", kommentiert ein Nutzer in den sozialen Medien. Ein anderer schreibt: "GERECHTIGKEIT!!!! Das hat viel zu lange gedauert. Ruhe in Frieden, Pac." Auch Kommentare wie "Die Gerechtigkeit ist endlich da" finden sich unter den Reaktionen. Für Tupacs Familie ist die Geschichte mit dem Urteil jedoch noch nicht beendet. "Obwohl dieses Urteil Jahrzehnte auf sich warten ließ, ist dies nicht das Ende der Geschichte", heißt es in einem Statement, das ABC News vorliegt. Familiensprecher Mopreme Obafemi bedankte sich darin bei den Marshals und allen Unterstützern, die den Angehörigen während des Verfahrens zur Seite standen und sie beschützten. Die Familie wolle Tupacs Vermächtnis und seinen Geist weiterhin lebendig halten. Seine Schwester Sekyiwa Shakur befand sich gemeinsam mit weiteren Angehörigen und Freunden im Gerichtssaal, als die Jury ihre Entscheidung bekannt gab.
Tupac war im September 1996 in Las Vegas in einem BMW neben Suge Knight (61) angeschossen worden und erlag wenige Tage später im Alter von nur 25 Jahren seinen Verletzungen. Am 31. August 2026 befand eine Jury in Las Vegas den heute 63-jährigen Keefe D des Mordes ersten Grades mit einer tödlichen Waffe für schuldig, begangen mit der Absicht, eine kriminelle Gang zu fördern oder zu unterstützen. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll Davis die Schießerei organisiert, die tödlichen Schüsse jedoch nicht selbst abgegeben haben. Ihm droht im Höchstmaß eine lebenslange Haftstrafe. Bereits 2008 hatte er Ermittlern gegenüber angegeben, die Waffe in den hinteren Teil des weißen Cadillacs weitergereicht zu haben, wo sein Neffe Orlando "Baby Lane" Anderson gesessen habe. "Er kurbelte das Fenster herunter und knallte sie ab", zitiert The Blast aus seinen damaligen Angaben. Davis' Anwalt Michael Sanft kündigte gegenüber NBC News bereits Berufung an. Dabei soll insbesondere geklärt werden, ob die Aussagen aus dem Jahr 2008 im Prozess überhaupt verwendet werden durften.
























