

Matthias Koeberlin denkt über sein Ende am Bodensee nach
Matthias Koeberlin kann sich grundsätzlich vorstellen, seine Rolle in "Die Toten vom Bodensee" eines Tages hinter sich zu lassen. Seit zwölf Jahren verkörpert der Schauspieler den Ermittler Micha Oberländer. Anlässlich der neuen Folge "Im Schattenreich" sprach er nun mit Web.de darüber, wie lange er der Krimireihe noch erhalten bleiben könnte. Dabei machte Matthias deutlich, dass er regelmäßig hinterfragt, ob die Geschichte seiner Figur weiterhin ausreichend Potenzial bietet: "Ich gehe jedes Jahr in Inventur", erklärte er dem Portal. Sollte sich für ihn irgendwann der erzählerische Kreis schließen und Oberländer auserzählt sein, wäre für ihn Schluss: "Die Reise endet hier." Ein baldiger Ausstieg steht nach seinen eigenen Worten allerdings nicht an. Stattdessen sieht er weiterhin Möglichkeiten, den Ermittler weiterzuentwickeln und neue Seiten an ihm zu zeigen.
Auch die körperlichen Anforderungen der Dreharbeiten könnten mitentscheiden, wie lange Matthias Teil der Reihe bleibt. Ob er genügend Stoff und Kraft für insgesamt 100 Folgen habe, ließ der Schauspieler im Gespräch mit Web.de offen. Mit einem Augenzwinkern erklärte er: "Ich weiß nicht, ob ich so lange durchhalte, auch körperlich. Verfolgungsjagden mit dem Rollator? Ich weiß ja nicht, das muss man, glaube ich, nicht über Gebühr betreiben." Dass auch ruhige Szenen ihre Tücken haben, zeigte ausgerechnet der aktuelle Fall: In "Im Schattenreich" klärt Oberländer einen Fall auf, während er im Koma liegt. Rund zwei Wochen lang musste der Darsteller für diese Aufnahmen vor allem eines tun – liegen. Die Darstellung des bewusstlosen Ermittlers habe ihn sogar stärker gefordert als die Wasserszenen der Folge, die ebenfalls viel Kraft kosteten.
Trotz aller Unterschiede zwischen ihm und seinem Ermittler bringt Koeberlin seiner langjährigen Rolle große Wertschätzung entgegen. Zwei Wesenszüge teilt er nach eigener Aussage aber durchaus mit Oberländer. "Man schöpft ja aus sich selbst und sucht in sich, um etwas zu erzählen. Bei uns ist das die Empathie, aber auch ein gutes Maß an Sarkasmus", erklärte er gegenüber Web.de. Gerade die Distanz zwischen ihm und Oberländer sorgt dafür, dass die Rolle für ihn spannend bleibt. "Das öffnet dem Spiel und der Fantasie Tür und Tor", erklärte der Schauspieler. Und er lieferte auch gleich die Begründung mit: "Je weiter die Figur weg ist von dem, was man für sich veranschlagt und was einen ausmacht, desto spannender ist es."






















