Mutprobe am Set: Matthias Koeberlin kämpft gegen Höhenangst
Für Matthias Koeberlin wurde der neueste Dreh von "Die Toten vom Bodensee" zur echten Mutprobe: Für den aktuellen Fall "Schicksalsrad", der vor Kurzem im ZDF zu sehen war, musste der Schauspieler am Set in ein Riesenrad steigen – ausgerechnet er, der seit seiner Kindheit unter massiver Höhenangst leidet. Im Gespräch mit spot on news, über das Bunte berichtet, schildert Matthias, wie sehr ihn diese Szene in luftiger Höhe gefordert hat. Während die Zuschauer entspannt vorm Fernseher saßen, biss der TV-Star am Bodensee-Set sprichwörtlich die Zähne zusammen, um die entscheidende Sequenz als Kommissar Micha Oberländer durchzuziehen.
Die Reihe "Die Toten vom Bodensee" ist für das ZDF und auch für Matthias längst ein Dauerbrenner: Jedes Jahr entstehen gleich mehrere neue Filme, der Fall "Schicksalsrad" eröffnete Mitte April das Krimi-Jahr im deutschen Fernsehen, in Österreich lief der Streifen schon Anfang Januar. Normalerweise versucht der gebürtige Mainzer im Alltag, hohe Orte konsequent zu vermeiden. Doch diesmal führte kein Weg an der Riesenrad-Gondel vorbei. "Die Höhenangst begleitet mich, solange ich denken kann. Ich habe das Gefühl, dass sie mit den Jahren zunimmt", erklärte der Fernsehstar im Interview. Deshalb bereitete er sich vor dem Dreh mental so gut es ging vor: "Natürlich nehme ich die Herausforderung an und bereite mich mental darauf vor. Im Rahmen meiner Möglichkeiten." Das Produktionsteam unterstützte ihn, indem es die Szenen so kurz, effizient und rücksichtsvoll wie möglich plante.
Spannend für Fans der Krimireihe: Matthias teilt die ausgeprägte Höhenangst sogar mit seiner Figur Micha Oberländer. Diese Parallele kann der Schauspieler vor der Kamera nutzen. "Man kann es benutzen und der Szene hinzufügen. Die private Herausforderung wird dadurch allerdings nur minimal gemindert", sagte er. Matthias ist seit seinem Durchbruch im Sci-Fi-Abenteuer "Das Jesus Video" ein bekanntes Gesicht in der deutschen Fernsehlandschaft und hat sich besonders mit seinen Ermittlerrollen einen Namen gemacht. Abseits der Kameras wirkt er eher zurückhaltend und spricht nur selten so offen über persönliche Themen wie seine Ängste. Umso bemerkenswerter ist es für seine Zuschauer, wenn sie erfahren, dass hinter den starken Krimi-Figuren ein Mensch steckt, der sich seinen eigenen Grenzen immer wieder stellen muss und dabei auf ein eingespieltes, rücksichtsvolles Team vertrauen kann.





