Jordan Chiles wagt nach Paris-Drama Olympia 2028

Jordan Chiles wagt nach Paris-Drama Olympia 2028

- Sandra Wickert
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Die US-Turnerin Jordan Chiles (25) plant ihr Comeback auf der olympischen Bühne: 2028 möchte sie in Los Angeles zum dritten Mal an Olympischen Sommerspielen teilnehmen. Ihre Pläne machte sie am Mittwoch mit einem aufwendig inszenierten Instagram-Video öffentlich. In dem Clip ist sie unter anderem am Strand und an einem Lagerfeuer zu sehen, begleitet von der Sängerin Normani und dem Model Winnie Harlow (32). Die Stimme im Video gehört der Basketballlegende Michael Jordan (63). Am Ende zeigt Chiles ihren Zahnschmuck mit dem Schriftzug "L.A. 2028". Mit der Ankündigung meldet sich die Turnerin rund zwei Jahre nach dem Medaillendrama von Paris zurück, bei dem sie die zunächst zugesprochene Bronzemedaille im Bodenfinale wieder abgeben musste, wie das US Magazine berichtete. Für die prominente Unterstützung bedankte sich Chiles anschließend auf Instagram: "Ein besonderer Dank an Normani, Winnie und den Michael Jordan."

Michael Jordans Worte in dem Video machen deutlich, wie entschlossen die Turnerin ihren dritten olympischen Anlauf angeht. "Warum noch einmal? Weil der Traum noch da ist. Warum weitermachen? Weil sie noch mehr zu geben hat. Warum jetzt? Weil nicht jedes Kapitel dann endet, wenn die Leute es erwarten. Warum sie? Weil sie genau die Richtige ist", heißt es darin. Und weiter: "Manche Entscheidungen brauchen keine Erlaubnis. Nur eine weitere Wette auf sich selbst. Wenn die Welt also fragt, warum sie zum dritten Mal zurückkehrt, ist die Antwort einfach." Jordan selbst liefert die kurze Antwort darauf: "Warum nicht?" Laut US Magazine wollen auch Suni Lee, Hezly Rivera und Jade Carey (26) in Los Angeles erneut antreten. Simone Biles (29) hat sich bislang nicht festgelegt.

Mit dem US-Team gewann Jordan 2020 in Tokio Silber und 2024 in Paris Gold. Eine dritte Medaille wurde ihr jedoch nachträglich aberkannt. Im Bodenfinale von Paris hatte eine erfolgreiche Anfrage ihrer Trainerin Cécile Canqueteau-Landi die Wertung um 0,1 Punkte erhöht und Jordan damit auf den Bronzeplatz gebracht. Der rumänische Turnverband legte Einspruch ein. Daraufhin entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS, die Anfrage sei nach einer Minute und vier Sekunden und somit vier Sekunden zu spät gestellt worden. Die ursprüngliche Wertung wurde wiederhergestellt, Jordan fiel auf Rang fünf zurück. Im September 2024 reichte sie beim Schweizerischen Bundesgericht Beschwerde ein. Das hob den CAS-Entscheid 2026 im Revisionsverfahren auf und verwies den Fall zur erneuten Prüfung zurück. Video- und Tonaufnahmen könnten darauf hindeuten, dass die Anfrage doch rechtzeitig erfolgte. Ihr Anwalt Maurice Suh erklärte laut USA Today: "Wir freuen uns, dass das Schweizerische Bundesgericht ein Unrecht korrigiert und Jordan die Chance gegeben hat, die Bronzemedaille zurückzuerlangen, die sie verdient."

Jordan Chiles spricht beim Style in Motion Panel auf dem Fanatics Fest NYC 2026 im Jacob Javits Center
Getty Images
Jordan Chiles spricht beim Style in Motion Panel auf dem Fanatics Fest NYC 2026 im Jacob Javits Center
Jordan Chiles beim Bodenturnen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris
Getty Images
Jordan Chiles beim Bodenturnen bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris
Jordan Chiles, US-Amerikanische Turnerin
Getty Images
Jordan Chiles, US-Amerikanische Turnerin
Hat Jordan Chiles nach dem Medaillendrama von Paris das Zeug zum Olympia-Comeback 2028?