"Bubensahne"-Meme: So wurde Promi-BB-Star René Redo bekannt
Wenn Sat.1 am 5. Oktober 2026 die Pforten zum bekanntesten Beobachtungsbunker der Nation öffnet, wird ein Hauch von skurrilem Internethumor durch die Flure wehen: René Dost (57) – im digitalen Raum besser bekannt als René Redo – zählt zu den ersten zehn bestätigten Insassen der 14. Staffel von Promi Big Brother. Der 57-jährige Gastronom und gelernte Koch hat sich auf TikTok eine beachtliche Gefolgschaft aufgebaut, verdankt seinen Aufstieg als Influencer aber auch einer denkbar absurden Wortschöpfung seiner Community. Der Begriff "Bubensahne", der ihm ursprünglich immer wieder aus Häme in der Kommentarspalte entgegengespuckt wurde, avancierte in Rekordzeit zum Markenzeichen des Netzphänomens. Statt sich von dem kuriosen Begriff zu distanzieren, griff der Unternehmer die Steilvorlage dankbar auf, machte das Wort zum festen Bestandteil seines Marketings und vertreibt inzwischen sogar einen gleichnamigen Crèmelikör.
Die Entstehungsgeschichte des Begriffs "Bubensahne" speist sich Berichten zufolge aus der gewohnt zynischen Dynamik sozialer Netzwerke: Weil User aufgrund von Redos Auftreten wild über dessen Lifestyle spekulierten, erfand die Community die sexualisierte Vokabel laut Comicschau als Chiffre für männliches Ejakulat. Dass sich die Absurdität überhaupt zu einem lukrativen Geschäft auswachsen konnte, lag vor allem an Redos eigener Taktik: Anstatt die Sticheleien zu ignorieren, griff der Gastronom die Kommentare verlässlich auf und nutzte die anhaltende Empörung für den Ausbau seiner digitalen Reichweite. Mittlerweile wird der Sahnelikör in Portionsfläschchen über Redos eigenen Onlineshop vertrieben und von Internetgrößen wie Jens "Knossi" Knossalla (40) mit großer Hingabe vor laufender Kamera verkostet.
Mit dieser kuriosen Mischung aus Community-Spott und ungenierter Selbstvermarktung will der Brandenburger Gastrokönig nun auch das TV-Publikum begeistern – und bringt seine voll digitalisierte Gefolgschaft direkt mit. Die Bekanntgabe der ersten Kandidatenriege löste unter den Fans der Show allerdings die gewohnte Zerrissenheit aus: Während sich ein Teil der Zuschauerschaft durchaus für die unverbrauchten Gesichter aus der TikTok-Nische erwärmen kann, stöhnt die traditionsbewusste Fraktion der Trash-Gourmets über die vermeintlich fortschreitende Verwässerung des Promibegriffs im Format. Ob Redos große Netzgefolgschaft tatsächlich pünktlich zur Primetime einschaltet und welche Rolle er im Container spielen wird, bleibt spannend.

























