Bei Beerdigung trotz Haft: Marius Borg Høiby steht in Kritik
Gestern wurde König Harald V. (†89) die letzte Ehre erwiesen – der Monarch wurde in Oslo beigesetzt. Im Rahmen seines Staatsbegräbnisses kam die ganze königliche Familie zusammen, auch der in Ungnade gefallene Marius Borg Høiby (29). Der Sohn von Königin Mette-Marit (53) durfte für diesen einen Tag seine Untersuchungshaft verlassen und der Trauerfeier beiwohnen. Dabei lief er allerdings nicht vorne mit dem Rest seiner Familie, sondern einige Plätze hinter ihnen. Er trug dabei eine elektronische Fußfessel. Seine Teilnahme sorgte jedoch für Empörung: Ein Gericht sprach ihn wegen zweier Vergewaltigungen und weiterer Vergehen schuldig und verhängte eine Haftstrafe von vier Jahren. Dass er trotz dieses Urteils an der Seite der Königsfamilie an einem der wichtigsten Termine des Landes teilnehmen konnte, stößt bei vielen Beobachtern auf Unverständnis. Die Bilder von dem Trauertag, an dem zahlreiche Royals und Staatsoberhäupter aus aller Welt anwesend waren, gingen um die Welt – und mit ihnen die Debatte über die Anwesenheit des Verurteilten.
Auch Promiflash berichtete auf Instagram über die Festlichkeiten. In den Kommentaren unter dem Posting zeigen sich einige User fassungslos über Marius' Auftritt. So schreiben sie Dinge wie: "Unfassbar..." und "Ich weiß ja nicht..." Ein weiterer Kommentar zeigt, wie empört die User sind. "Er sollte gar nichts mehr machen dürfen", heißt es da. "Das ändert nichts daran, dass es gerade angesichts seiner Straftaten und der weltweiten Aufmerksamkeit keine gute Idee ist", hieß es in einem Kommentar unter dem Beitrag. Aufgrund des Urteils verstehen die Zuschauer sein Auftreten bei diesem Event als eine Art Extrabehandlung. Seine Verbindung zur königlichen Familie soll ihm Privilegien einhandeln, die er ohne sie nicht bekommen würde.
Der lange Trauertag endete für Marius bereits am Mittwochabend. Wie Dagbladet berichtete, verließ er das königliche Schloss kurz vor 20 Uhr. Nur wenige Minuten zuvor waren die übrigen Mitglieder der Königsfamilie bereits vorgefahren. Kurz darauf erreichten sie alle Skaugum, wo Marius seine Untersuchungshaft absitzt. Damit war der Ausgang, der ihm ausschließlich für den familiären Anlass gewährt worden war, beendet. König Harald war über Jahrzehnte hinweg das Staatsoberhaupt Norwegens und wurde mit einem offiziellen Staatsbegräbnis verabschiedet, zu dem Gäste aus zahlreichen Ländern nach Oslo gereist waren. Insgesamt waren 28 Nationen vertreten.






















