Andrew Garfield dreht seinen England-Epos komplett in Bayern
Andrew Garfield (43) kämpft in "The Uprising – Für die Freiheit" im mittelalterlichen England des Jahres 1381. Für die Dreharbeiten musste der Schauspieler allerdings nicht auf die Insel reisen: Der Historienfilm entstand komplett in Bayern. Regisseur und Drehbuchautor Paul Greengrass setzte dabei sowohl auf echte historische Schauplätze als auch auf Studioaufnahmen in der Nähe von München. Während der Dreharbeiten lief das Projekt noch unter dem Arbeitstitel "The Rage". Seit dem 10. September läuft der Film in den deutschen Kinos. Warum ausgerechnet Bayern als Kulisse diente, erklärte Produzentin Joanna Kaye im offiziellen Pressematerial: "Deutschland ist voll von mittelalterlichen Städten. Es gibt dort noch komplett erhaltene Bauten aus dem Mittelalter. So etwas findet man selbst in London kaum."
Zu den Drehorten gehörten unter anderem Nürnberg, Bad Windsheim und die Festung Lichtenau, berichtet Kino.de. Dort verwandelten sich bayerische Schauplätze kurzerhand in das England des 14. Jahrhunderts. Für die aufwendigen Massenszenen brauchte die Produktion jede Menge Unterstützung: Unter dem damaligen Arbeitstitel "The Rage" wurden laut Antenne Bayern bis zu 5.000 Komparsen aus der Region gesucht. Sie sollten unter anderem Bauern, Mönche, Soldaten und Marktfrauen verkörpern. Entsprechend wichtig war ein möglichst mittelalterliches Erscheinungsbild. Weitere Aufnahmen entstanden in den Penzing Studios bei München. Inhaltlich dreht sich "The Uprising" Kino.de zufolge um den englischen Bauernaufstand von 1381. Nach einer verheerenden Pestwelle leiden die Menschen unter hohen Steuern und sozialer Ungerechtigkeit. Andrew spielt den Bauern Ploughman, der sich den Aufständischen anschließt und gemeinsam mit ihnen nach London zieht.
Für die mittelalterliche Welt kamen neben den Originalschauplätzen auch moderne Filmtechniken zum Einsatz. In den Penzing Studios wurde dafür unter anderem die LED-Bühne "Hyperbowl" genutzt. Produzent Philipp Kreuzer brachte den Vorteil des Drehorts gegenüber XPLR: Media auf den Punkt: "Wo sonst findet man einen Ort, wo man entweder ein Schloss virtuell in der Hyperbowl simulieren oder eins gerade um die Ecke mieten kann?" Ganz ohne visuelle Effekte ging es dennoch nicht. Die Herausforderung habe laut Paul darin bestanden, "die realen Hintergründe mit den gebauten Kulissen und den CGI-Elementen zu einer homogenen Umgebung zu verschmelzen". Während Andrew damit aktuell im Mittelalter auf der Leinwand zu sehen ist, bleibt seine Zukunft als Superheld ungewiss: In der Vergangenheit dementierte er gegenüber GQ eine Rückkehr als Spider-Man in "Avengers: Doomsday".


























