"Wer wird Millionär?"-Zuschauer beschweren sich lautstark
Unruhe im RTL-Studio: Bei einer neuen Ausgabe von Wer wird Millionär? wurde es im Publikum plötzlich laut, als Kandidat Michael Polit bei der 4.000-Euro-Frage den Publikumsjoker nutzte. Zwei Zuschauer beschwerten sich, weil ihre Stimmen offenbar nicht gezählt worden waren. Schuld waren defekte Abstimmungsgeräte. Moderator Günther Jauch (70) stoppte daraufhin das Quiz, ging persönlich zu den Zuschauern und fragte: "Was ist bei Ihnen passiert? Ein technischer Defekt? Ihre Stimme wurde nicht berücksichtigt?" Dennoch fiel das Ergebnis eindeutig aus: 85 Prozent entschieden sich bei der Frage nach einem italienischen Silvesterbrauch für die korrekte Antwort "rote Unterwäsche".
Günther nahm die Abstimmungspanne zunächst mit Humor: "Es ist so, auf dem Sitz sind so Leitungen drin, die messen den IQ", scherzte der Moderator, um sofort hinterherzuschieben: "Nein, das war nur Spaß." Anschließend rief er die Technik zu Hilfe und kündigte mit gespielt ernster Miene an: "Da werden nach der Sendung hinter den Kulissen Köpfe rollen!" Eine Produktionsmitarbeiterin brachte den beiden betroffenen Zuschauern kurz darauf neue Geräte. Für Kandidat Michael ging es danach zunächst steil bergauf. Doch später nahm der Abend eine bittere Wendung. Bei der 500.000-Euro-Frage setzte er seine bereits erreichten 125.000 Euro aufs Spiel. Gesucht wurde der Film, bei dem Sylvester Stallone (80) zwischen "Rocky III" und "Rocky IV" Regie geführt hatte. Nach dem 50:50-Joker blieben "Footloose" und "Staying Alive" stehen. Trotz "munterem Rätselraten" wählte Michael in letzter Sekunde "Footloose" – richtig wäre "Staying Alive" gewesen. Weil er falsch antwortete, stürzte der Kandidat bis auf 500 Euro ab.
"Das ist richtig schade. Aber Sie waren mutig, Sie haben uns super unterhalten. Sie haben das clever gemacht", tröstete Günther Jauch den Kandidaten. Michael selbst blieb gefasst: "Die Chance war 50:50. Ich habe versucht, es herzuleiten, das war am Ende falsch, aber es geht trotzdem weiter." Den Verlust von 124.500 Euro musste er vor den Augen seiner Mutter verkraften, die im Publikum saß. Sein erklärtes Ziel war die Millionenfrage gewesen. Bereits in der Ausgabe vom 7. September hatte es einen kuriosen Moment gegeben: Kandidat Carsten Floß sorgte mit seinem Spitznamen "die Menstruationstasse" für Verwirrung – Günther konnte mit dem Begriff nichts anfangen und erntete für seine peinliche Wissenslücke Gelächter. In der aktuellen Folge stand jedoch nicht das Allgemeinwissen des Moderators im Fokus, sondern sein humorvoller Umgang mit den defekten Abstimmungsgeräten und leider auch das jähe Ende des couragierten Auftritts von Kandidat Michael.























