Andrew Mountbatten-Windsor streitet über öffentlichen Fußweg

Andrew Mountbatten-Windsor streitet über öffentlichen Fußweg

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 2 min
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Rund um Andrew Mountbatten-Windsors (66) Wohnsitz Marsh Farm auf dem Sandringham-Anwesen ist ein Streit über einen historischen Fußweg entbrannt, der unmittelbar an Andrews Haus vorbeiführt. Wie die britische Regionalzeitung Eastern Daily Press berichtet, möchten Aktivisten die Strecke wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Dem Blatt zufolge hat Dr. David Ormerod beantragt, das Wegerecht erneut in die amtlichen Unterlagen aufzunehmen. Nach seiner Darstellung verschwand die Route vor etwa 70 Jahren zu Unrecht aus den offiziellen Verzeichnissen. Sollte der Antrag Erfolg haben, könnten Spaziergänger künftig ganz nah an das Wohnhaus des Royals herankommen. Besondere Brisanz erhält die Debatte durch ein Ereignis, das erst wenige Monate zurückliegt: In genau dieser Gegend hatte Andrew eine beunruhigende Begegnung mit einem mutmaßlichen Stalker. Der Vorfall beschäftigt inzwischen die Justiz und wirft zusätzliche Fragen zur Sicherheit rund um Andrews neuen Wohnort auf.

Der umstrittene Pfad zieht sich durch die Marschlandschaft von Wolferton. Laut Dr. David Ormerods Antrag soll er künftig als sogenannter beschränkter öffentlicher Weg eingetragen werden. Dadurch wäre der öffentliche Zugang in unmittelbarer Nähe von Andrews rotem Backsteinhaus wiederhergestellt. Der Royal war erst vor Kurzem nach Marsh Farm gezogen, nachdem er sein bisheriges Anwesen in Windsor verlassen musste. König Charles (77) hatte ihm im vergangenen Jahr zudem seine Titel entzogen. The Express bat das Sandringham-Anwesen um eine Stellungnahme zu dem Vorgang. Eine Reaktion darauf ist bislang nicht bekannt. Ob die Behörden dem Antrag folgen, ist ebenfalls offen.

Zusätzliche Brisanz bekommt die Debatte durch Andrews Begegnung mit einem maskierten Mann am 6. Mai. Der Royal war mit seinen Hunden auf dem Sandringham-Anwesen unterwegs, als er nach eigener Aussage zunächst ein Auto entdeckte, das er für das Fahrzeug von Pressefotografen hielt. Gemeinsam mit seinem Sicherheitsteam fuhr er daran vorbei. In seiner von The Express wiedergegebenen Zeugenaussage beschrieb Andrew den weiteren Verlauf des Aufeinandertreffens mit dem mutmaßlichen Stalker folgendermaßen: "Er drehte sich um und sah mich an – er trug eine Sturmhaube als Gesichtsbedeckung." Anschließend habe sich die Situation zugespitzt. "Dann sah ich einen freilaufenden Hund auf ihn zurennen. Dann erkannte er, wer ich war, und begann, meinem Fahrzeug hinterherzusprinten", erklärte Andrew. Die Beamten nahmen den Verdächtigen wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung und wegen Waffenbesitzes fest. Der 39-jährige Alex Jenkinson ist wegen bedrohlicher, beleidigender oder beschimpfender Worte beziehungsweise Verhaltens angeklagt, bestreitet den Vorwurf aber. Der Prozess soll am 21. Dezember stattfinden. Andrew wird voraussichtlich per Video zugeschaltet, um auszusagen.

Andrew Mountbatten-Windsor bei einer Messe in London
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Auf wessen Seite steht ihr im Streit um den Fußweg bei Andrews Wohnsitz?