König Charles III. setzt sich für Harrys Invictus Games ein

König Charles III. setzt sich für Harrys Invictus Games ein

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min
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Ein ungewöhnliches Signal aus dem Königshaus: König Charles III. (77) hat offenbar persönlich dafür gesorgt, dass die Invictus Games, die im Juli 2027 in Birmingham stattfinden sollen, nicht an einem diplomatischen Zerwürfnis scheitern. Sein Privatsekretär Sir Clive Alderton schaltete sich ein, nachdem Uganda seine Teilnahme kurzfristig abgesagt hatte. Brisant dabei: Ausgerechnet Alderton war in den Memoiren von Prinz Harry (42), "Reserve", scharf angegangen worden – dort nannte der Herzog von Sussex ihn einen "Usurpator" und gab ihm den Spitznamen "die Wespe". Dass gerade dieser Vertraute des Königs nun den drohenden Rückzug Ugandas abwendete, gilt in royalen Kreisen als bemerkenswerte Volte. Für Harry, der die Invictus Games 2014 selbst ins Leben rief, kommt die Rettung durch den Palast einem kleinen Befreiungsschlag im schwierigen Verhältnis zu seiner Familie gleich.

Auslöser des Zerwürfnisses war ein Brief im Namen des Königs, der wenige Tage zuvor an Behörden und Militärs verschickt worden war und festhielt, dass Harry und seine Frau Herzogin Meghan (45) keine arbeitenden Royals mehr sind. Ugandas Verteidigungschef General Muhoozi Kainerugaba zog daraufhin überraschend die Teilnahme seines Landes zurück und erklärte auf X, man wolle nicht als Gegner des Königs erscheinen. Gegenüber der Times wurde Kainerugaba, der wie Harry in Sandhurst ausgebildet wurde, deutlicher und sprach von "Fraktionen im Verteidigungsministerium", die den "Harry-Meghan-Unsinn" unterstützten – sein Fazit: "Ich unterstütze den Monarchen. Punkt." Erst ein Telefonat mit Alderton änderte die Lage. Der Sprecher der Streitkräfte Ugandas, Chris Magezi, bestätigte die Erleichterung des Generals über die Klarheit aus dem Buckingham-Palast: "Sir Alderton erklärte, König Charles III. habe kein Problem mit Ugandas Teilnahme an den von Prinz Harry, dem Herzog von Sussex, organisierten Invictus Games", hieß es in einer Mitteilung. Uganda wird nun doch teilnehmen. Der Einsatz des Privatsekretärs könnte zugleich verhindern, dass weitere Nationen dem ursprünglichen Rückzug folgen.

Die Kooperation zwischen Uganda und der Invictus Games Foundation begann laut AllAfrica bereits im Oktober 2025, als eine Delegation der Stiftung am Hauptsitz des ugandischen Militärgeheimdienstes in Mbuya empfangen wurde und ein Kooperationsabkommen zum Thema Sport unterzeichnet wurde. Erst im Juli 2026 war Uganda offiziell als 26. Nation der Invictusbewegung aufgenommen worden. Rob Owen, Geschäftsführer der Invictus Games Foundation, begrüßte nun die Rückkehr des Landes ausdrücklich. Der Vorfall fällt in eine ohnehin angespannte Phase: Harry lebt mit Meghan und den gemeinsamen Kindern Archie und Lilibet inzwischen wieder zeitweise in Großbritannien. Bereits im August 2026 hatte der Royal-Insider Robert Jobson spekuliert, der Monarch ziehe eine dauerhafte Rückkehr seines jüngeren Sohnes ins offizielle royale Leben durchaus in Betracht – allerdings nur, wenn sich Harry zuvor öffentlich entschuldige. Weder der Buckingham-Palast noch ein Sprecher des Herzogs von Sussex äußerten sich damals zu diesen Spekulationen oder bestätigten eine solche Annäherung.

Collage: Prinz Harry und König Charles III.
Collage: Getty Images, Getty Images
Collage: Prinz Harry und König Charles III.
Prince Harry spielt Rollstuhlrugby beim Invictus "1 Year To Go" Event in Birmingham
Getty Images
Prince Harry spielt Rollstuhlrugby beim Invictus "1 Year To Go" Event in Birmingham
Prinz Harry spricht beim Invictus "1 Year To Go"-Event im NEC in Birmingham
Getty Images
Prinz Harry spricht beim Invictus "1 Year To Go"-Event im NEC in Birmingham
Ist Charles' Unterstützung für die Invictus Games ein echtes Zeichen der Annäherung an Harry?