Letzter Royal-Kutschenbauer tot: Werk für Charles unfertig

Letzter Royal-Kutschenbauer tot: Werk für Charles unfertig

- Michelle Hinz
Lesezeit: 2 min
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Jim Frecklington, der als weltweit letzter Royal-Kutschenbauer galt, ist nun im Alter von 76 Jahren gestorben. Wie ABC News berichtet, erlag der Australier am 11. September 2026 in einem Pflegeheim nahe Sydney nach langem Kampf seiner Krebserkrankung. Sein letztes großes Werk konnte er leider nicht mehr selbst vollenden: Für König Charles III. (77) arbeitete der Handwerker an einer prunkvollen Kutsche, dem "Commonwealth Royal Coach". Das außergewöhnliche Gefährt bringt mehr als drei Tonnen auf die Waage und war zum Zeitpunkt von Jims Tod bereits fast fertig. Nun liegt es an seinem Team, das beinahe abgeschlossene Projekt zu vollenden. Die Handwerker wollen der Kutsche den letzten Schliff verleihen, bevor sie ihre Reise zum Buckingham Palace antritt.

Der Karosserielackierer Owen Webb, der über viele Jahre eng mit Jim Frecklington befreundet war, rechnet mit einem schnellen Abschluss der Arbeiten. Bis Ende der Woche solle das Gefährt zu "etwa 98 Prozent" fertig sein. Gegenüber ABC News erklärte Owen, er hätte seinem Freund sehr gewünscht, das vollendete Werk noch mit eigenen Augen zu sehen. Zugleich wolle er daran glauben, dass Jim mit der Gewissheit gestorben sei, die Kutsche befinde sich "in guten Händen". Der "Commonwealth Royal Coach" verbindet royale Tradition mit moderner Technik, wie Paris Match berichtet: Das aufwendig gestaltete Gefährt ist unter anderem mit Blattgold verziert und enthält Holz aus der Westminster Abbey. Trotz des traditionellen Designs verfügt es über moderne Elemente wie elektrische Fenster und eine Klimaanlage.

Jim Frecklingtons Verbindung zum britischen Königshaus begann bereits vor mehr als 50 Jahren. Laut Paris Match arbeitete der Australier zunächst in Windsor und später in den Royal Mews in London. Jim fertigte über die Jahre mehrere Kutschen für die Royals an: Dazu gehörte etwa der "Australian State Coach" für Queen Elizabeth (†96). Außerdem entwarf er den "Diamond Jubilee State Coach", mit dem Charles und Camilla am Tag ihrer Krönung 2023 zur Westminster Abbey fuhren. "Er gilt als letzter Kutschenhersteller der Welt", erklärte Jims langjähriger Freund Darren Jones jetzt gegenüber ABC News. "Die Ironie an der ganzen Sache ist, dass er keinerlei Zeichnungen oder Pläne hatte. Er hatte alles im Kopf und wusste, wie er seine Ideen an die verschiedenen Handwerker weitergeben konnte."

König Charles III. spricht bei einem Treffen zu KI, Regierung und Vordenkern in Dumfries House in Cumnock, Schottland
Getty Images
König Charles III. spricht bei einem Treffen zu KI, Regierung und Vordenkern in Dumfries House in Cumnock, Schottland
Kutschenbauer Jim Frecklington mit der State Coach Britannia in Sydney, 2007
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Kutschenbauer Jim Frecklington mit der State Coach Britannia in Sydney, 2007
König Charles' Kutsche
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