Nach Mordvorwurf: Nick Reiner will an sein Millionenvermögen

Nach Mordvorwurf: Nick Reiner will an sein Millionenvermögen

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 2 min
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Nick Reiner (33) zieht alle juristischen Register, um an sein Treuhandvermögen heranzukommen: Rund 1,48 Millionen Euro liegen auf einem Konto, auf das der 33-Jährige derzeit keinen Zugriff erhält. Der Grund: Der Beschuldigte sitzt derzeit in Untersuchungshaft, weil er im Dezember 2025 seine Eltern Rob Reiner (†78) und Michele Singer Reiner (†70) gewaltsam getötet haben soll. Mit dem blockierten Geld möchte er nun seine hochkarätige Strafverteidigung in Los Angeles finanzieren und den prominenten Staranwalt Alan Jackson erneut verpflichten. Die Treuhänder stellen sich jedoch quer und berufen sich auf das kalifornische "Slayer Statute" – eine Gesetzesklausel, die besagt, dass niemand finanziell von einer Person profitieren darf, die er getötet hat. Nicks Verteidigung hält dem laut Daily Mail entgegen, dass seine Schuld an dem mutmaßlichen Doppelmord bislang nicht bewiesen sei. Zudem argumentieren die Juristen, dass ihm ein beträchtlicher Teil der Gesamtsumme bereits mit Vollendung seines 30. Lebensjahres hätte überschrieben werden müssen, also lange vor der Tragödie.

Im Zentrum der gerichtlichen Fehde steht eine angeblich längst überfällige Auszahlung von rund 516.000 Euro. Darüber hinaus macht das Anwaltsteam geltend, dass mindestens 300.000 Euro der Gesamtsumme gar nicht aus dem Nachlass der Eltern stammen, sondern auf seinen 2020 verstorbenen Großvater Carl Reiner zurückgehen. "Nick wird nicht vorgeworfen, seinen Tod verursacht zu haben", heißt es in den Dokumenten. "Selbst wenn die Gelder des Großvaters ordnungsgemäß vom Trust verwahrt wurden, bietet das 'Slayer Statute' keine Grundlage, sie zurückzuhalten." Nicks Verteidigung moniert zudem, dass die Verwalter zur Abwehr seiner Ansprüche bereits über 231.000 Euro aus dem Vermögen für eigene Anwälte abgezweigt hätten, während der Angeklagte hinter Gittern nicht einmal Geld für die nötigste Hygiene erhalte. Ins Visier der Klage geriet dabei auch Jodi Montgomery, die einst als Betreuerin von Britney Spears (44) Schlagzeilen machte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Promisohn in dem Prozess vor, seine Eltern in deren Anwesen im Edelstadtteil Brentwood kaltblütig erstochen zu haben. Eine Kaution wurde nicht gewährt, ein Urteil steht noch aus. Weil Nick schlicht die finanziellen Mittel fehlten, hatte Starverteidiger Alan Jackson das Mandat niedergelegt, woraufhin Pflichtverteidigerin Kimberly Greene übernehmen musste. Mit dem eingeklagten Geld soll Alan – der bereits Prominente wie Harvey Weinstein (74) vor Gericht vertrat – nun zurück an Bord geholt werden. Immerhin droht Nick nicht das Äußerste: Die Staatsanwaltschaft hat nach Gesprächen mit Nicks Geschwistern angekündigt, keine Todesstrafe zu beantragen.

Nick Reiner bei seiner Anklageverlesung am Los Angeles County Superior Court am 23. Februar 2026
Getty Images
Nick Reiner bei seiner Anklageverlesung am Los Angeles County Superior Court am 23. Februar 2026
Rob Reiner und Nick Reiner beim Toronto International Film Festival 2015
Imago
Rob Reiner und Nick Reiner beim Toronto International Film Festival 2015
Rob und Michele Reiner mit ihren Kindern Jake, Nick und Romy
Instagram / michelereiner
Rob und Michele Reiner mit ihren Kindern Jake, Nick und Romy
Findet ihr, Nick sollte derzeit Zugriff auf sein Treuhandvermögen erhalten?