Mutter von Chris Watts zweifelt an Mord an seinen Töchtern
Acht Jahre nach dem grausamen Mord an Shanann Watts und ihren beiden kleinen Töchtern sorgt die Mutter des verurteilten Täters mit neuen Aussagen für Aufsehen. Chris Watts hatte 2018 gestanden, seine schwangere Ehefrau sowie die gemeinsamen Kinder Bella und Celeste getötet zu haben. Seine Mutter Cindy Watts zweifelt jedoch bis heute an einem Teil dieses Geständnisses. Im Gespräch mit Daily Mail behauptet sie nun, ihr Sohn sei nicht für den Tod der beiden Mädchen verantwortlich. Sie könne sich schlichtweg nicht vorstellen, dass Chris zu einer solchen Tat fähig gewesen sei. "Christopher ist ein guter Mensch, ich kenne ihn. Niemand aus seiner Vergangenheit und auch niemand, der ihn heute im Gefängnis trifft, kann etwas Schlechtes über ihn sagen", verteidigt sie den heute 41-Jährigen. An ihrer Überzeugung lässt Cindy keinen Zweifel: "Es gibt keine Möglichkeit, dass er seine Mädchen getötet hätte." Chris wurde für die Morde zu fünf aufeinanderfolgenden lebenslangen Haftstrafen verurteilt, die er derzeit verbüßt.
Der Fall hatte im August 2018 weltweit für Entsetzen gesorgt. Damals verschwanden die 34-jährige Shanann, die in der 15. Woche schwanger war, sowie ihre vierjährige Tochter Bella und die dreijährige Celeste spurlos. Drei Tage später wurden die Leichen der drei gefunden. Chris geriet schnell ins Visier der Ermittler und wurde festgenommen. Am 6. November 2018 bekannte er sich schließlich schuldig, wodurch es nicht zu einem Gerichtsprozess kam. Laut seiner Mutter habe er diese Entscheidung getroffen, um seinen Angehörigen eine zusätzliche Belastung zu ersparen. Cindy hätte sich dagegen gewünscht, dass der Fall vor Gericht verhandelt worden wäre und ihr Sohn dort seine Sicht der Ereignisse hätte schildern können. Ihrer Vorstellung nach hätte er erklären sollen: "Ich habe Shanann getötet, aber nicht meine Mädchen." Tatsächlich hatte Chris bei seinem ersten Geständnis zunächst behauptet, seine Ehefrau getötet zu haben, nachdem diese ihm angeblich gestanden habe, die beiden Töchter umgebracht zu haben. Für Cindy ergibt diese ursprüngliche Darstellung "am meisten Sinn". Allerdings räumte Chris später ausdrücklich ein, auch Bella und Celeste selbst getötet zu haben.
Dass ihr Sohn für seine Taten eine Gefängnisstrafe verdient, bestreitet Cindy nicht. Sie hält jedoch weiterhin daran fest, dass er nicht für den Tod seiner Kinder verantwortlich sei. "Ich sage nicht, dass er nicht im Gefängnis sein sollte. Er hat seine Frau getötet, aber warum die Mädchen? Es gibt keine Möglichkeit, dass er die Mädchen in dieses acht Zoll breite Loch stecken konnte ... So ist er nicht, das ist er einfach nicht", erklärt sie gegenüber Daily Mail. Auch Chris' Vater Ronnie Watts äußert Zweifel an der späteren Version des Geständnisses. Zwar stellt er nicht infrage, dass sein Sohn ein Mörder ist, doch er fragt sich, ob dieser möglicherweise Unterstützung von einem Komplizen hatte. Schwester Jamie Watts betont ebenfalls, dass die Familie noch immer nach Antworten suche. Besonders schwer falle es ihr zu verstehen, wie ein zuvor unauffälliger Mann innerhalb einer Nacht seine gesamte Familie töten konnte. Chris befindet sich inzwischen in der Dodge Correctional Institution in Waupun im US-Bundesstaat Wisconsin. Dort soll er mittlerweile eine Beziehung mit Lizzie Henderson führen. Medienberichten zufolge haben die beiden sogar bereits eine Genehmigung für eine Hochzeit bei der Gefängnisleitung beantragt.





















