Chris Watts' brutale Bluttat: So wurde der Mörder überführt
Der Name Chris Watts ist seit 2018 untrennbar mit einem der verstörendsten Kriminalfälle der jüngeren US-Geschichte verbunden. Am 13. August jenes Jahres wurden seine schwangere Ehefrau Shanann sowie die beiden gemeinsamen Töchter Bella (4) und Celeste (3) in Colorado als vermisst gemeldet. Chris wandte sich daraufhin betont besorgt an die Medien und bat öffentlich um die Rückkehr seiner Familie. Doch sein Schauspiel hielt nur kurze Zeit, bevor er selbst in den Fokus der Ermittler rückte: Am 15. August 2018 legte der damals 33-Jährige ein erstes Geständnis ab, in dem er den Mord an Shanann einräumte, jedoch behauptete, sie habe zuvor die gemeinsamen Töchter getötet. Nur einen Tag später, am 16. August 2018, wurden die Leichen der Mutter und ihrer Kinder auf dem Gelände von Chris' damaligem Arbeitgeber geborgen. Die 34-Jährige war in einem flachen Erdgrab verscharrt, während die leblosen Körper der kleinen Mädchen in zwei separaten Rohöltanks gefunden wurden. Auch das ungeborene Baby des Paares, ein Junge, der den Namen Nico bekommen sollte, überlebte das Verbrechen nicht. Wie aus dem von WBAL TV zitierten Autopsiebericht hervorgeht, starb Shanann durch manuelles Erwürgen, während Bella und Celeste erstickt wurden.
Als mögliches Motiv wurde bald Chris' Affäre mit seiner Arbeitskollegin Nichol Kessinger gehandelt. Die junge Frau selbst hatte den späteren Mörder erst im Juni 2018 kennengelernt und ihn für einen Mann gehalten, dessen Scheidung kurz bevorstand. Als sie befragt wurde, deckte sie seine Lügen auf und betonte entsetzt, wie wenig sie tatsächlich über ihn gewusst hatte. Um der drohenden Todesstrafe zu entgehen, bekannte sich Chris am 6. November 2018 in allen neun Anklagepunkten vor Gericht schuldig, beharrte aber weiterhin auf seiner teils gelogenen Version der Tatnacht. Am 19. November 2018 verhängte das Gericht schließlich die Strafe: fünfmal lebenslänglich ohne Bewährung sowie zusätzliche 84 Jahre Haft für den Schwangerschaftsabbruch und die Leichenmanipulation. Kurz darauf wurde er in die Dodge Correctional Institution in Wisconsin verlegt, wo er bis heute inhaftiert ist.
Erst im Februar 2019 legte Chris bei einem umfassenden Gefängnisgespräch mit den Ermittlern die gesamte, ungeschönte Wahrheit über die schreckliche Tatnacht offen. Er räumte dabei erstmals ein, nicht nur seine Frau, sondern auch seine beiden Töchter eigenhändig getötet zu haben. Bis heute bleibt der Fall ein erschütterndes Lehrstück über menschliche Abgründe und mediale Inszenierung, da der Täter noch kurz vor seiner Enttarnung mit TV-Auftritten das Mitgefühl der Öffentlichkeit erschwindeln wollte. Der Schuldspruch und die unumstößlichen Beweise schlossen das juristische Kapitel zwar Ende 2018 ab, doch die Erinnerung an das schreckliche Schicksal von Shanann, Bella, Celeste und dem ungeborenen Nico bleibt bis heute tief in das kollektive Gedächtnis der USA eingebrannt.






















