Michael Douglas verlor im Kampf gegen Krebs 18 Kilogramm
In seinen Memoiren "One Helluva Ride" blickt Michael Douglas (82) auf die wohl schwerste Zeit seines Lebens zurück: die Behandlung seines Kehlkopfkrebses im Stadium vier, der im August 2010 diagnostiziert wurde. Wie Page Six aus dem inzwischen erschienenen Buch zitiert, zeichnete ihn die Therapie körperlich massiv. Sieben Wochen lang bekam der Schauspieler Chemo- und Strahlentherapie – und verlor dabei rund 18 Kilogramm Gewicht, das er eigentlich gar nicht hätte verlieren können, wie er selbst schreibt. Schon ab der dritten Woche sei seine Lage ernst gewesen, nach vier Wochen beschreibt er sich als fahl und ausgemergelt. Die siebenwöchige Behandlung vergleicht Michael in seinem Buch mit "den sieben Kreisen der Hölle". "Anfangs waren die Schmerzen schlimm, aber auszuhalten, doch in der dritten Woche war ich wirklich in Schwierigkeiten", erinnert er sich laut Page Six. Trotzdem versuchte er, seinen Kindern ein Stück Normalität zu bieten: Tochter Carys brachte er weiterhin jeden Tag zur Schule. Danach war er allerdings so erschöpft, dass er den Rest des Tages auf dem Sofa verbrachte.
Mitgelitten haben auch seine Ehefrau Catherine Zeta-Jones (57) und die damals noch kleinen gemeinsamen Kinder Dylan und Carys. Besonders die Schlagzeilen, nach denen ihr Vater dem Tod nahe sei, setzten dem Nachwuchs zu. "Die Kinder waren zu jung, um zu verstehen, wie diese Magazine arbeiten, deshalb war es traumatisch für sie", hält der Schauspieler fest. Unterstützung bekam er auch von seinem Vater Kirk Douglas (†103), der 2020 verstarb. An Halloween tauchte der sonst so stoische Hollywoodstar als Clown verkleidet im Krankenhaus auf – für seinen Sohn in diesem Moment das bestmögliche Geschenk. Nach der Erholungsphase folgte dann die erlösende Nachricht der Ärzte: Der Krebs war in Remission. Der Oscarpreisträger brach daraufhin in Tränen aus. "Zu sagen, dass der Krebs mich Demut gelehrt hat, wäre eine Untertreibung. Er hat mich dankbarer für alles in meinem Leben gemacht", schreibt er.
Die Erkrankung schenkte dem Schauspieler eine ganz neue Perspektive auf sein Leben. Er beschreibt die Erfahrung als eine Art Wiedergeburt und erklärt, dass sich seine Prioritäten dadurch verschoben hätten. Seine Frau Catherine fand poetische Worte für die Genesung ihres Mannes: Es sei gewesen, "als würde man einer verwelkten Blume dabei zusehen, wieder zum Leben zu erwachen", zitiert Michael sie in dem Buch. Der dreifache Vater betont, dass ihm erst durch die Gesundheitskrise die Bedeutung seiner Familie und eine zuvor nicht gekannte Form von Liebe vollständig bewusst geworden sei. In der zuvor angekündigten Autobiografie geht es jedoch nicht nur um die Krebsbehandlung. Michael schreibt auch über sein Leben im Schatten seines berühmten Vaters, über seinen früheren Aufenthalt in einer Entzugsklinik wegen Alkoholismus sowie über die langjährige Ehe mit Catherine. Er schreibt auch darüber, zu wenig für seinen ältesten Sohn da gewesen zu sein, und bereut dies.
























