Nach Vater Haralds Tod findet König Haakon bewegende Worte
Bei seinem ersten offiziellen Besuch als neues Staatsoberhaupt hat König Haakon VIII. (53) der norwegischen Bevölkerung für den großen Zuspruch nach dem Abschied von seinem Vater König Harald V. gedankt. Am Dienstag wurde der Monarch von zahlreichen Menschen auf dem Rathausplatz der nordnorwegischen Stadt Narvik empfangen, wie VG berichtet. In seiner Ansprache erinnerte der König daran, dass die Bürger genau an diesem Ort vor wenigen Wochen unzählige Blumen niedergelegt hatten. Für diese tief empfundene Anteilnahme fand er sichtlich bewegte Worte: "Wenn viele von uns die Trauer teilen, wird sie leichter zu tragen." Der Auftritt wurde so zu einer besonderen Begegnung zwischen dem Monarchen und der Bevölkerung.
Haakon wirkte Berichten zufolge beim Besuch in der Stadt, die sein Vater zu Lebzeiten oft aufgesucht hatte, sehr gerührt. "Ich möchte Ihnen allen im Namen unserer Familie meinen großen und herzlichen Dank dafür aussprechen, dass Sie unsere Trauer und unseren Verlust mit uns geteilt haben", betonte er. Unter den Wartenden befanden sich Menschen aller Generationen, darunter auch etliche Kindergartenkinder. Zu den kleinsten Gästen suchte der neue König ganz bewusst den persönlichen Kontakt. Als er bemerkte, dass eines der Kinder fror, wandte er sich ihm mit liebevollen Worten zu: "Dir ist wirklich sehr kalt." Nach der Station in Narvik führt die Reise des Monarchen weiter in die Region Finnmark, wo unter anderem ein Termin bei der Polizeibehörde ansteht.
Bereits kurz nach dem Tod seines Vaters hatte sich der neue König in einer persönlichen Ansprache an die Menschen im Land gewandt. Darin nahm er Abschied von Harald V. (†89), den er als warmherzigen Vater würdigte, der ihm und seiner Schwester Märtha Louise stets Halt gegeben habe. Er erinnerte dabei an das herzliche Wesen des Verstorbenen, sein Lachen und seine Gabe, anderen Menschen aufmerksam zuzuhören. Auch die besondere Zuneigung seines Vaters zu Kindern und Jugendlichen hob Haakon hervor – ein Zug, der sich auch in den zugewandten Gesten des neuen Königs in Narvik zeigte.



























