Familie schützt Liam Paynes Sohn vor verstörenden Todesfotos

Familie schützt Liam Paynes Sohn vor verstörenden Todesfotos

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min
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Zwei Jahre ist es her, dass Liam Payne (†31) am 16. Oktober 2024 im Hotel CasaSur Palermo in Buenos Aires tödlich verunglückte – und noch immer beschäftigt der Fall offenbar die argentinische Justiz. Wie die britische Zeitung Mirror nun berichtet, ging die Familie des Sängers juristisch gegen die Verbreitung verstörender Aufnahmen vor, die ihn in seinen letzten Momenten beziehungsweise nach seinem Sturz zeigen. Das Vorgehen sollte vor allem verhindern, dass Liams heute neunjähriger Sohn Bear die Bilder später im Internet findet und dadurch seelisch belastet wird. "Im Mittelpunkt dieser Maßnahme stand der Wunsch, Liams Sohn Bear davor zu schützen, mit solchen Bildern konfrontiert zu werden, wenn er älter ist", zitiert das Blatt eine namentlich nicht näher genannte Quelle aus dem Umfeld der Familie. Ein argentinisches Gericht untersagte Facebook und Google bereits im Juni 2025, das Material weiterzuverbreiten. Die weitreichende Sperre sollte demnach auch mögliche Leaks von Aufnahmen aus den polizeilichen Ermittlungen erfassen. Bears Mutter Cheryl Cole (43) ist offiziell in das argentinische Verfahren eingebunden und vertritt dort weiterhin die Interessen des gemeinsamen Kindes.

Nur rund 90 Minuten nach Liams Tod hatte das US-Portal TMZ Fotos seines leblosen Körpers veröffentlicht. Darauf waren die markanten Tattoos des Sängers zu erkennen. Nach heftiger Kritik nahm das Portal die Bilder zwar innerhalb weniger Stunden wieder aus dem Netz, doch Kopien kursierten weiterhin auf Facebook, Google und X. Neben diesen Plattformbetreibern wurde deshalb auch die argentinische Kommunikationsbehörde ENACOM eingeschaltet, um die Bilder aus dem Internet zu verbannen. Der namentlich nicht genannte Insider erklärte gegenüber Mirror: "Es handelte sich um ein sehr umfassendes Durchgreifen, das ausdrücklich begrüßt wurde. Wenn man heute online sucht, kann man die Bilder nicht mehr sehen, was eine enorme Erleichterung ist." Als Präzedenzfall diente ein ähnliches Vorgehen der Töchter von Diego Maradona (†60). Nach dem Tod des Fußballstars waren ebenfalls Bilder seines leblosen Körpers im Internet verbreitet worden. Laut einer Quelle sah das Gericht in beiden Fällen die Notwendigkeit, die Kinder der Verstorbenen vor seelischen Qualen zu bewahren.

Cheryl schützt Bears Privatsphäre seit seiner Geburt konsequent und zieht ihn weitgehend abseits der Öffentlichkeit groß. Sie und Liam trennten sich 2018, blieben als Eltern jedoch eng verbunden. Der Musiker wohnte nur wenige Minuten von seiner Ex-Partnerin entfernt und berichtete, ihre Freundschaft sei nach dem Beziehungs-Aus sogar stärker geworden. 2022 würdigte er die Mutter seines Kindes laut Mirror mit den Worten: "Sie ist die beste Mutter der Welt. Ich könnte mir niemand Besseren wünschen. Er ist alles, was ihr wichtig ist, und mehr könnte ich mir nicht wünschen." Zwei Tage nach Liams Tod bat Cheryl öffentlich darum, aus Rücksicht auf den damals siebenjährigen Bear keine belastenden Einzelheiten über seine letzten Momente zu verbreiten. Auf Instagram betonte sie: "Liam war nicht nur ein Popstar und Prominenter, er war ein Sohn, ein Bruder, ein Onkel, ein lieber Freund und ein Vater unseres siebenjährigen Sohnes" und ergänzte: "Was mich am meisten quält, ist, dass Bear eines Tages Zugang zu den abscheulichen Berichten und der medialen Ausbeutung haben wird, die wir in den vergangenen zwei Tagen erlebt haben." Durch ihr konsequentes Einschreiten konnte Cheryl Bear nun davor bewahren, mit den schockierenden Bildern seines leblosen Vaters konfrontiert zu werden.

Sänger Liam Payne 2015 in London
Getty Images
Sänger Liam Payne 2015 in London
Liam Payne, Sänger
Imago
Liam Payne, Sänger
Gedenkstätte für Liam Payne in Wolverhampton
Getty Images
Gedenkstätte für Liam Payne in Wolverhampton