27 Jahre nüchtern: Chuck Lorre reflektiert Vergangenheit

27 Jahre nüchtern: Chuck Lorre reflektiert Vergangenheit

- Nicole Vasiljuk
Lesezeit: 2 min
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Chuck Lorre (74) hat sich zu einem Bereich seines Lebens geäußert, über den er sonst sehr wenig spricht. In dem Podcast "The Joe Rogan Experience" erzählte der Produzent, dass er seit 27,5 Jahren komplett auf Alkohol verzichtet. Auf die Frage des, ob er dabei Hilfe bei den Anonymen Alkoholikern gesucht habe, blieb seine Antwort knapp: "Vor siebenundzwanzigeinhalb Jahren habe ich aufgehört zu trinken." Tiefere Einblicke wollte er jedoch nicht geben und beendete das Thema mit den Worten: "Lass uns nicht darüber sprechen." Seine Nüchternheit brachte Chuck in dem Gespräch mit einer ganz anderen Suche in Verbindung – nämlich der nach einem spirituellen Weg. Begonnen hatte er seine Suche schon in seinen frühen Zwanzigern und das ausgerechnet in einem Scientology-Zentrum in Columbus.

Damals war Chuck ein erfolgloser Nachwuchssongwriter – und folgte der Einladung eines Musikerkollegen. Dort belegte er einen Kommunikationskurs und erhoffte sich davon einen Schub für seine Laufbahn. "Ich dachte, wenn ich diesen Weg einschlage, würde mir das einen Vorteil für die Karriere verschaffen, die ich wollte", schilderte er im Interview. So blieb er letztendlich der Organisation zehn Jahre lang verbunden. Durch seine damalige Ehefrau fing er irgendwann an, die Lehren und Praktiken zu hinterfragen – vieles habe für die beiden schlicht keinen Sinn mehr ergeben. Die Folgen für den Ausstieg bekam er deutlich zu spüren: Frühere Freunde aus der Organisation brachen den Kontakt ab. Nach dem Ausstieg wollte sich der Autor nicht mehr auf äußere Einflüsse verlassen, sondern setzte auf harte Arbeit.

Doch trotz beachtlicher beruflicher Erfolge habe er privat lange eine tiefe innere Leere gespürt. Weder Geld noch Beziehungen hätten dieses Gefühl dauerhaft füllen können. Spiritualität und den Weg zu Erleuchtung sieht Chuck deshalb heute nicht als festes Glaubenskonzept, sondern als etwas, das man immer wieder neu angehen muss. Einem breiten Publikum ist Chuck vor allem als Kopf hinter "The Big Bang Theory" ein Begriff. Die Sitcom fand 2019 nach zwölft Staffeln und 279 Folgen ein sehr emotionales Ende, nachdem Jim Parsons (53) nicht mehr weiter machen wollte. Denn Chuck und Steve Molaro wollten ohne ihn die Serie nicht fortsetzen.

Bill Prady und Chuck Lorre
Ethan Miller/Getty Images
Bill Prady und Chuck Lorre
Chuck Lorre und Arielle Lorre, November 2018
Actionpress / CapitalPictures
Chuck Lorre und Arielle Lorre, November 2018
"The Big Bang Theory"-Schauspieler
Jim Smeal/BEImages / Action Press
"The Big Bang Theory"-Schauspieler
Chuck Lorre blickt auf zehn Jahre bei Scientology zurück: Findet ihr seinen späteren Ausstieg beeindruckend?