Sorgerechtsstreit: Halle Berrys Tochter sagt vor Gericht aus
Im erbitterten Sorgerechts- und Gewaltschutzstreit zwischen Halle Berry (60) und ihrem Ex-Mann Olivier Martinez (60) könnte nun auch die Tochter der Schauspielerin eine wichtige Rolle spielen. Nahla Aubry (18), die aus Halles früherer Beziehung mit Gabriel Aubry (50) stammt, steht auf der Liste der möglichen Zeugen für die Verhandlung vor dem Los Angeles County Superior Court. Wie Page Six berichtet, soll die Schülerin gegebenenfalls virtuell aussagen. Erst am Montag war ihr 13-jähriger Halbbruder Maceo (13) fast vier Stunden lang hinter verschlossenen Türen befragt worden. Nach der Aussage ihres Sohnes soll Halle sichtlich mitgenommen gewirkt haben. Berichten zufolge hatte die Oscarpreisträgerin gerötete und wässrige Augen. Neben Nahla könnten auch Halle und Olivier selbst vor Gericht aussagen. Darüber hinaus stehen ihr Verlobter Van Hunt (56) sowie Schulmitarbeiter, Therapeuten und medizinisches Fachpersonal auf der Zeugenliste.
Nahla hatte ihre Mutter bereits zuvor in einer schriftlichen Erklärung vor Gericht verteidigt. "Ich habe meine Mutter nie dabei gesehen, wie sie Maceo geschlagen, geohrfeigt, gewürgt, gepackt oder auf irgendeine Weise körperlich misshandelt hat", erklärte die 18-Jährige laut Page Six. Weiter betonte sie: "Ich habe nie gesehen, dass meine Mutter ihre Hände um Maceos Hals gelegt, ihn in den Schwitzkasten genommen, seine Atmung eingeschränkt oder sich in irgendeiner Weise so verhalten hat, wie es ihr vorgeworfen wird." Auslöser des aktuellen Rechtsstreits ist ein Vorfall vom 26. September. Olivier beschuldigt seine Ex-Frau, den gemeinsamen Sohn während einer Auseinandersetzung um eine Virtual-Reality-Brille am Hals gepackt und gewürgt zu haben. Halle weist die Vorwürfe körperlicher Gewalt entschieden zurück. Gegenüber dem Gericht habe sie die Situation laut People vielmehr als spielerisches Raufen beschrieben, bei dem die Stimmung zunehmend angespannter geworden sei.
Olivier konnte vor Gericht zunächst eine vorläufige Schutzanordnung erwirken, durch die Halles Umgang mit ihrem Sohn eingeschränkt wurde. Zudem fordert der Schauspieler das alleinige Sorgerecht für Maceo. Halle möchte die Anordnung hingegen aufheben lassen und zur bisherigen hälftigen Aufteilung des Sorgerechts zurückkehren. Was der 13-Jährige bei seiner Befragung tatsächlich aussagte, ist nicht öffentlich bekannt. Laut TMZ mussten beide Elternteile den Gerichtssaal verlassen, während ihr Sohn angehört wurde. Gegen eine mögliche Aussage von Nahla hatte sich Olivier zuvor ausdrücklich ausgesprochen. Seine Anwälte argumentierten, dass die 18-Jährige befangen und ihre Aussage für das Verfahren nicht relevant sei. Die Befragung von Maceo setzte Olivier hingegen gegen den Widerstand seiner Ex-Frau durch. Halle hatte in Gerichtsunterlagen behauptet, ihr Sohn sei während seines Aufenthalts beim Vater "beeinflusst und manipuliert" worden. Das Gericht beschränkte seine Befragung schließlich auf Fragen, die unmittelbar mit dem Gewaltschutzantrag zusammenhängen. Halle und Olivier heirateten 2013, trennten sich zwei Jahre später und schlossen ihre Scheidung 2023 ab.























