

Nächster Ranking-Skandal: Auch der NDR pfuschte
Noch nicht einmal einen Monat ist es her, als öffentlich wurde, dass die Redaktion der von Johannes B. Kerner (49) moderierten Ranking-Show "Deutschlands Beste" an den Voting-Ergebnissen von “Deutschlands beste Frauen” und “Deutschlands beste Männer” manipuliert wurde. Von der Produktion wurde den für die Auftritte in den Live-Shows angefragten Gästen ein besserer Rangplatz gegeben. Nach dem ZDF-Skandal veranlasste der Sender NDR eine interne Untersuchung – und stieß selbst auf ähnliche Fälle.
Bei einigen Unterhaltungssendungen, die auf nicht repräsentativen Online-Votings basierten, hätten Redaktionen aus unterschiedlichen Gründen Rangfolgen verändert, ohne dies transparent zu machen, wie der NDR am Freitag mitteilte. Dies sei geschehen, weil Bildrechte fehlten, die Materiallage schlecht war oder einfach aus dramaturgischen Gründen. Dabei wichen einzelne Platzierungen in sogenannten Ranking-Sendungen vom Online-Voting ab, wie es weiter heißt. Die betroffenen Sendungen seien Zusammenschnitte gewesen und wurden bis auf eine Ausnahme nicht moderiert.
NDR-Intendant Lutz Marmor kündigte daraufhin Konsequenzen an: "Wir werden zukünftig alles dafür tun, selbst geringfügige Abweichungen zu vermeiden und offen darzulegen, wenn sie im Ausnahmefall redaktionell geboten sind. Deshalb haben wir vorläufige Leitlinien zum Umgang mit Online-Votings entwickelt, die wir noch mit unseren Gremien beraten werden."


