

Jazz-Legende Abdullah Ibrahim ist mit 91 Jahren verstorben
Die Jazzwelt trauert um Abdullah Ibrahim: Die südafrikanische Musiklegende ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa laut The Herald unter Berufung auf die Familie des Pianisten mit. Abdullah, der 1934 in Kapstadt geboren wurde und zuletzt in Aschau im Chiemgau in Bayern lebte, sei nach kurzer Krankheit friedlich im Kreis seiner Liebsten eingeschlafen. Noch für den Sommer und Herbst waren Auftritte in München und im benachbarten Söllhuben geplant gewesen.
Der Präsident erklärte in seinem Statement, der Musiker habe sich sein Leben lang gegen Rassismus und Apartheid eingesetzt und viele Menschen mit seinen durchdachten Auftritten bewegt. Laut dem Newsportal betonte Abdullahs Lebensgefährtin Marina Umari außerdem, dass Südafrika und seine Menschen immer einen festen Platz in seinem Herzen gehabt hätten. Seine Verbindung zur Heimat sei ungebrochen gewesen, ganz gleich, wo auf der Welt er sich gerade befand. Für sein Wirken war Abdullah 2009 auch mit dem südafrikanischen Ikhamanga-Orden in Silber ausgezeichnet worden.
Geboren wurde Abdullah unter dem Namen Adolph Johannes Brand, viele Jahre trat er zunächst als Dollar Brand auf. Nach seiner Konversion zum Islam nahm er schließlich den Namen Abdullah Ibrahim an, unter dem er weltweit bekannt wurde. In seiner Musik verband der Pianist Jazz immer wieder mit den Klängen und Traditionen seiner südafrikanischen Heimat. Besonders eng ist sein Name mit dem Stück "Mannenberg" verbunden, das während der Zeit der Rassentrennung in Südafrika zur inoffiziellen Anti-Apartheid-Hymne wurde.






