Reich geboren, berühmt geworden: Diese Stars stehen dazu

Reich geboren, berühmt geworden: Diese Stars stehen dazu

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Sie wuchsen in Villen statt in Plattenbauten auf – und reden inzwischen ganz offen darüber: Miley Cyrus (33), Donald Trump (80), Jamie Lee Curtis (67), Dakota Johnson (36), Jack Quaid (34), Gracie Abrams (26) und Ben Platt (32) gehören zu den Promis, die ihren Vorsprung durch reiche oder berühmte Eltern nicht abstreiten. In der Netflix-Talkshow "My Next Guest Needs No Introduction" erzählte Miley etwa von ihrem Leben als Tochter von Countrystar Billy Ray Cyrus (64), während Donald, laut Time, seine Karriere mit einem "kleinen" Millionenkredit seines Vaters verknüpfte. Andere Stars wie Jamie Lee oder Dakota nehmen die hitzig geführte "Nepo Baby"-Debatte mit Humor und offenen Worten – und liefern damit immer neuen Gesprächsstoff für Fans und Kritiker.

Miley berichtete, wie sehr ihr Vater ihr Showbusiness-Leben vorgezeichnet habe: "Es gibt eine Karte, was man tun und was man nicht tun soll, und er hat mich bei beidem geführt", erklärte die Sängerin und betonte, wie dankbar sie sei, seinen Weg zuerst beobachtet zu haben. Während die Musikerin vor allem auf den beruflichen Rat ihres Vaters setzt, sorgte Donald mit seinem Satz bei einer von NBC gesponserten Veranstaltung, "Mein Vater gab mir einen kleinen Kredit von einer Million Dollar", für Kopfschütteln im Netz. Schauspielerin Jamie Lee wiederum witzelte bei den SAG Awards über ihre Herkunft und meinte auf der Bühne: "Ich weiß, ihr seht mich an und denkt: 'Nepo Baby', und ich verstehe das total." Dakota, Tochter von Melanie Griffith (69) und Don Johnson (76), erzählte in der Show "Today", dass sie die Diskussion früher "unglaublich nervig und langweilig" fand, heute aber gut nachvollziehen könne, warum viele das unfaire Startfeld der Stars thematisieren.

Dass die Debatte um sogenannte Nepo Babys in der Unterhaltungsbranche so viel Aufmerksamkeit bekommt, liegt nicht zuletzt daran, dass die Ausgangssituation für Kinder prominenter Eltern oft eine grundlegend andere ist. Wer mit Brancheninsidern aufwächst, hat früh Zugang zu Netzwerken, Agenturen und Wissen, das anderen verschlossen bleibt. Auch der Schauspieler Jack Quaid und die Sängerin Gracie Abrams sprechen die Vorteile ihrer Familien ganz direkt an. Jack, Sohn von Dennis Quaid (72) und Meg Ryan (64), sagte dem Portal The Daily Beast: "Ich bin eine immens privilegierte Person und konnte sehr früh Representation bekommen – das ist mehr als die halbe Miete." Gracie, deren Vater Erfolgsregisseur J.J. Abrams ist, erklärte im Podcast der New York Times, die "Nepo-Sache" gehöre zurecht zur aktuellen Diskussion, sie habe nun einmal "ein Sicherheitsnetz" gehabt und dadurch Zeit, in Ruhe an ihrer Musik zu arbeiten. Und auch Musicalstar Ben Platt, dessen Vater Produzent Marc Platt ist, zeigte sich im Gespräch mit dem Magazin ELLE völlig ungeschminkt: Er erkenne selbstverständlich an, "ein absolutes Nepo Baby durch und durch per Definition" zu sein. Damit geben diese Stars seltene Einblicke in die familiären Netzwerke hinter den Karrieren, die viele Fans seit Jahren verfolgen.

Billy Ray Cyrus und Miley Cyrus treten beim Glastonbury Festival 2019 auf der Pyramid Stage auf
Getty Images
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Jamie Lee Curtis beim Amazon Upfront 2025 in New York
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Ben Platt, Schauspieler
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Sollten Stars ihren Startvorteil so offensiv ansprechen?