

Erbstück: "Bares für Rares"-Rentner lässt 2.800 Euro sausen
Manchmal endet der Auftritt in der ZDF-Trödelshow Bares für Rares schneller als gedacht: Ursula Motzkus aus Leverkusen brachte geerbten Schmuck mit, der jahrzehntelang unbeachtet in ihrer Schublade geschlummert hatte. Ihr Plan war klar – vom Erlös wollte sich die Rentnerin modernere Schmuckstücke leisten und sich obendrein einen langgehegten Traum erfüllen: eine Reise nach Mauritius. 4.000 Euro schwebten ihr für die Erbstücke vor.
Doch Sachverständige Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) machte der Urlaubsplanung einen Strich durch die Rechnung. Ihre Expertise lag bei maximal 2.800 Euro – und damit deutlich unter dem Wunschpreis. Die für Ursula enttäuschende Summe begründete sie damit, dass der Schmuck aus den 60er-Jahren stammt und heute nicht mehr so leicht Käufer begeistern kann. Daher orientierte sich die Expertin vor allem am Goldpreis. Die Enttäuschung war Ursula deutlich anzumerken. Sie verzichtete kurzerhand auf die Händlerkarte und damit auch auf die Chance auf einen Verkauf. Stattdessen packte sie ihre Schätze wieder ein und nahm sie mit nach Hause. Verschenken möchte sie den Schmuck nun an ihre Kinder.
Das ist allerdings nicht das erste Mal, dass ein Auftritt bei "Bares für Rares" in großer Enttäuschung endet. Auch die Rentnerin Adelheid, die mit einem Konvolut historischer Freimaurergläser in die Trödelshow kam, machte diese Erfahrung. Sie hoffte auf mindestens 300 Euro. Experte Colmar Schulte-Goltz (53) bestätigte die Echtheit und taxierte die Trinkgefäße sogar auf 600 bis 800 Euro. Doch im Händlerraum folgte der Dämpfer: Fabian Kahl (34) winkte ab, solche Gläser seien heute nicht mehr so gefragt. Sein erstes Gebot lag bei nur 120 Euro. Zwar legte Daniel Meyer (53) später nach und bot am Ende 280 Euro. Doch Adelheid blieb stur. Nach der hohen Schätzung wollte sie sich nicht mit einem Betrag knapp unter ihrem Wunschpreis zufriedengeben. Sie lehnte ab und verließ die Show ohne Verkauf.







