

Live-Video: Sportinfluencer stirbt bei Sturz in Vulkankrater
Mit einem Sturz in einen Vulkankrater hat der jemenitische Extremkletterer Al-Qaqa Ibn Antar sein Leben verloren. Der 30-Jährige, der in den sozialen Medien als "Spiderman des Jemen" bekannt war, verunglückte am 12. Juni am Vulkankrater Hardah Dam in der südjemenitischen Provinz Dhale. Wie die Zivilschutzbehörde laut Focus mitteilte, verlor er beim Erklimmen der steilen Kraterwände den Halt und stürzte rund 120 Meter in die Tiefe – der Moment des Unglücks wurde von einer Kamera festgehalten. Das zehn Sekunden lange Video kursiert seitdem im Netz und zeigt, wie Al-Qaqa sich mit der rechten Hand an der Felswand festhält, bevor er den Griff verliert und abstürzt.
Die anschließende Bergungsaktion gestaltete sich äußerst schwierig. Taucher und Wasserrettungsspezialisten wurden umgehend zum Unglücksort entsandt, die Zivilschutzbehörde bezeichnete den Einsatz als "komplex". Nach vier Stunden gelang es schließlich, den Leichnam in rund 30 Metern Wassertiefe aus dem schwefelhaltigen See am Grund des Kraters zu bergen. Einsatzleiter Abdo Mohamed Al-Qans wurde von der Behörde als "Held" gelobt – er habe "eine der schwierigsten und gefährlichsten Rettungsmissionen im Jemen" durchgeführt. Im Nachgang des Unglücks appellierte die Zivilschutzbehörde an alle Kletterer und Abenteuersportler, Sicherheitsvorschriften strikt einzuhalten und auf "angemessene Schutzausrüstung" nicht zu verzichten.
Al-Qaqa Ibn Antar hatte sich mit waghalsigen Klettervideos eine große Fangemeinde in den sozialen Medien aufgebaut. Seine Aufnahmen aus den unwegsamsten Regionen des Jemen verbreiteten sich regelmäßig viral – stets ohne jegliche Sicherheitsausrüstung. In einem seiner bekanntesten Videos hing er mit bloßen Händen am Rand einer Felsklippe, die Beine über einem steilen Abhang baumelnd. Der Vulkankrater Hardah Dam, an dem der Extremkletterer nun tödlich verunglückte, gilt als Wahrzeichen der Region rund um die Stadt Damt.






