Epstein soll Sarah Ferguson mit Enthüllungen gedroht haben

Epstein soll Sarah Ferguson mit Enthüllungen gedroht haben

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

Neu offengelegte E-Mails werfen ein Licht darauf, wie der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) im Jahr 2011 gegen Sarah Ferguson (66) vorgegangen sein soll. Auslöser war ein Interview, das die Herzogin dem Evening Standard gegeben hatte. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass sie rund 15.000 Pfund von dem Unternehmer angenommen hatte. Sarah distanzierte sich daraufhin deutlich von ihm und bezeichnete die Verbindung als schweren Fehler. "Ich verabscheue Pädophilie und jeden sexuellen Missbrauch von Kindern und weiß, dass dies ein gigantischer Fehler in meinem Urteilsvermögen war", erklärte sie damals. Wie The i Paper berichtet, begann Epstein nur wenige Tage später damit, private Korrespondenz mit der Herzogin zu einem Dossier zusammenzustellen. Das Material sollte ihren öffentlichen Aussagen widersprechen und ging an seine Anwälte sowie an einen PR-Berater. Ziel war es offenbar, Sarah dazu zu bringen, ihre Worte zurückzunehmen.

Zu den gesammelten Unterlagen zählten laut The i Paper Nachrichten, in denen Sarah nach Epsteins Haftentlassung 2010 einen Besuch in dessen Anwesen in Palm Beach organisieren wollte – gemeinsam mit ihren damals 19 und 20 Jahre alten Töchtern. Auch um Arbeit soll sie ihn gebeten und geschrieben haben: "Du bist meine Säule." Im März 2011 schlug der Unternehmer seinem PR-Berater vor, der Londoner Presse zuzuspielen, dass die Herzogin ihn sogar während seiner Haft beziehungsweise seines Arbeitsfreigangs besucht habe. Ein Berater erwog später sogar den Entwurf einer Verleumdungsklage. In einem formellen Schreiben an Sarahs Anwalt wurde sie im April aufgefordert, ihre Haltung zu überdenken. Andernfalls solle publik werden, dass sie und ihre Töchter zu den ersten Gästen in seinem Haus gehört hätten. Ihr Vertreter nannte das Schreiben "ziemlich alarmierend" und meinte, es "könnte als versuchte Erpressung ausgelegt werden".

Über Monate verhandelten beide Seiten über eine mögliche Entschuldigung. "Dein Freund seit 16 Jahren ist durch die Hölle gegangen, du solltest alles tun, was du kannst, um es wiedergutzumachen, einschließlich einer klarstellenden Erklärung", schrieb Epstein Ende März. Sarah entschuldigte sich daraufhin mehrfach direkt bei ihm: "Ich weiß, dass du dich von mir aufgrund dessen, was man dir erzählt hat oder was du gelesen hast, höllisch im Stich gelassen fühlst, und ich muss mich dafür demütig bei dir und deinem Herzen entschuldigen." Bis August 2011 schienen sich die beiden wieder angenähert zu haben. Auf eine Einladung zu einem Telefonat antwortete die Herzogin: "Ich würde dich sehr gerne anrufen." Danach folgte die kurze Nachricht: "Ganz viel Liebe." Bereits zuvor war bekannt geworden, dass Sarah ihn 2009 zweimal in einem gemieteten Büro in Palm Beach besucht und dafür sogar einen Fahrer organisiert haben soll.

Sarah Ferguson bei der amfAR Gala in Antibes
Imago
Sarah Ferguson bei der amfAR Gala in Antibes
Jeffrey Epstein und eine unbekannte Frau auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
U.S. Department of Justice, DOJ
Jeffrey Epstein und eine unbekannte Frau auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto
Prinz Andrew und Sarah, Duchess of York, beim Dankgottesdienst für König Konstantin in der St.-Georgs-Kapelle in Windsor
Getty Images
Prinz Andrew und Sarah, Duchess of York, beim Dankgottesdienst für König Konstantin in der St.-Georgs-Kapelle in Windsor
Epsteins E-Mails an Sarah Ferguson: Wie wirkt sein Vorgehen auf euch?