"Zellhaufen": Stefanie Giesinger kontert Abtreibungs-Kritik
Stefanie Giesinger (29) wehrt sich gegen die Welle an Kritik, die nach ihrem öffentlichen Bekenntnis zu ihrer Abtreibung über sie hereingebrochen war. Im "Sophie Passmann Podcast" findet das Model deutliche Worte und stellt vor allem klar, in welchem Stadium sich die Schwangerschaft damals befunden habe. "B*tch, das Ding war ein paar Wochen in meiner Gebärmutter", betont sie dort. Ihre Antwort auf die Anfeindungen aus den sozialen Netzwerken fällt entsprechend unmissverständlich aus: "Es war ein Zellhaufen. Entspannen Sie sich." An ihrer damaligen Entscheidung hält Stefanie bis heute fest. In den Mittelpunkt rückt sie dabei die körperliche Selbstbestimmung und bringt ihre Haltung in dem Podcast auf eine kurze Formel: "Mein Körper, meine Regeln."
Losgelassen hat sie die Debatte lange nicht. Noch Monate später sei die Kritik ihr gefolgt – selbst unter Beiträgen, die mit dem Thema überhaupt nichts zu tun hatten. Als eine bekannte Jeansmarke im Rahmen einer Zusammenarbeit ein Foto von ihr veröffentlichte, sei sie in den Kommentaren unter anderem als "Kindermörderin" beschimpft worden. Manche Nutzer hätten ihr sogar gewünscht, dass ihr dasselbe widerfahre wie dem abgetriebenen Embryo. Trotzdem habe sie mit den Reaktionen vergleichsweise gut umgehen können, erklärt die Unternehmerin im Podcast. Der Grund: Ihre eigene Position sei in diesem Fall völlig eindeutig. Bei vielen anderen Themen hinterfrage sie sich und denke über gegenteilige Ansichten nach. "Bei Abtreibung ist es glücklicherweise sehr schwarz-weiß", sagt sie. Für sie gehe es in der Diskussion vor allem darum, dass Frauen selbst über ihren Körper bestimmen können und ihnen diese Kontrolle nicht genommen wird.
Öffentlich gemacht hatte Stefanie den Schwangerschaftsabbruch im Jahr 2024 in ihrem eigenen Podcast "G Spot". Dort erzählte sie, dass sie im Jahr zuvor ungeplant schwanger geworden war und sich gegen die Schwangerschaft entschieden hatte. Mutter werden wollte sie zu diesem Zeitpunkt ihres Lebens nicht – dennoch habe sie vor dem Eingriff emotional aufwühlende und schwere Monate durchlebt. Auch die Suche nach Informationen und passenden Anlaufstellen habe sie als belastend empfunden. Erschwerend kam hinzu, dass ihr online parallel Inhalte zu Kinderwunsch und Mutterschaft ausgespielt wurden. Für kurze Zeit habe sie sogar in Erwägung gezogen, die Schwangerschaft doch fortzuführen, letztlich entschied sie sich aber für den Abbruch.








