Frogner-Frau fordert neuen Prozess gegen Marius Borg Høiby

Frogner-Frau fordert neuen Prozess gegen Marius Borg Høiby

- Anita Ehlert
Lesezeit: 2 min
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Im Fall um Marius Borg Høiby (29) steht eine weitere juristische Runde bevor: Die als Frogner-Frau bezeichnete Frau will ihren Entschädigungsanspruch gegen Marius erneut gerichtlich prüfen lassen. Wie TV 2 berichtet, geht es ihr dabei vor allem um die Höhe der Summe. Bislang wurden ihr 110.000 norwegische Kronen zugesprochen, umgerechnet rund 9.500 Euro. Ihre Anwältin Mette Yvonne Larsen hatte jedoch eine Zahlung von bis zu 250.000 Kronen, also etwa 21.500 Euro, verlangt. Genau diese höhere Forderung soll nun erneut behandelt werden. Begleitet wird der Vorstoß von einer weiteren Entwicklung: Auch die norwegische Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt, und zwar gegen das Strafmaß für Marius. Somit stehen nach dem Urteil sowohl die zugesprochene Summe als auch die Dauer der Haftstrafe erneut zur Debatte.

Verurteilt wurde Marius unter anderem wegen Gewalt gegen die Frau, wegen Sachbeschädigung sowie wegen rücksichtslosen und sexuell verletzenden Verhaltens. Hinzu kamen wiederholte Verstöße gegen das gegen ihn verhängte Besuchs- und Kontaktverbot. Die Anklage bezog sich dabei auf einzelne Straftaten gegen die Frau. Mette argumentierte vor Gericht jedoch, dass die Vorwürfe einem Fall von Gewalt in engen Beziehungen sehr nahekämen. Auf dieser Grundlage beantragte die Anwältin eine Entschädigung von bis zu 21.500 Euro für ihre Mandantin. Das zuständige Bezirksgericht folgte dieser Forderung allerdings nicht und setzte den Betrag deutlich niedriger an, nämlich bei 9.500 Euro. Genau diese Entscheidung möchte Mette nun erneut verhandeln lassen. Parallel dazu richtet sich die bereits eingelegte Berufung der Staatsanwaltschaft gegen die Bemessung der Haftstrafe. Die beiden juristischen Schritte verfolgen damit unterschiedliche Ziele, betreffen aber dasselbe Urteil gegen Marius.

Ein Gericht in Oslo hatte Marius Anfang Juni zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft war ursprünglich mit einer deutlich höheren Forderung in das Verfahren gegangen: Sie hatte eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten verlangt. Deshalb legte sie bereits nach der Verkündung des Urteils Berufung gegen das Strafmaß ein. Neu ist damit vor allem der Schritt der Frogner-Frau, die auch die Höhe ihrer Entschädigung erneut gerichtlich überprüfen lassen möchte. Marius ist der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (53). Er gehört selbst nicht dem norwegischen Königshaus an und trägt keinen royalen Titel. Wie über die beiden Berufungen entschieden wird, ist bislang noch offen.

Marius Borg Høiby beim Jubiläum in Trondheim
Imago
Marius Borg Høiby beim Jubiläum in Trondheim
Marius Borg Hoiby bei der Trauerprozession für König Harald in Oslo
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Marius Borg Hoiby bei der Trauerprozession für König Harald in Oslo
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
Getty Images
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022