Taylor Swifts Album "The Life of a Showgirl" vor Gericht
Taylor Swift (36) muss sich wegen des Titels ihres zwölften Studioalbums "The Life of a Showgirl" vor einem Bundesgericht in Los Angeles verantworten. Die Künstlerin Maren Wade aus Las Vegas will der Sängerin die Nutzung dieses Namens für ihr Album gerichtlich untersagen lassen. Maren sieht darin eine Verwechslungsgefahr mit ihrer eingetragenen Marke "Confessions of a Showgirl". Diese nutzt sie nach eigenen Angaben bereits seit 2014 unter anderem für eine Kolumne beim Magazin Las Vegas Weekly, für Liveauftritte, Texte und digitale Medien. Bezirksrichterin Serena Murillo nahm den Antrag auf eine einstweilige Verfügung nach einer Anhörung im Mai zur Prüfung an, eine Entscheidung stand zunächst noch aus. Die Musikerin beruft sich in dem Verfahren ihrerseits auf den Schutz künstlerischer Ausdrucksformen und auf die Meinungsfreiheit. Das berichtet unter anderem Mirror.
Marens Anwalt Jaymie Parkkinen hingegen argumentiert, Taylor verwende "The Life of a Showgirl" nicht bloß als Albumtitel. Der Name tauche auch auf Merchandising-Artikeln wie Kerzen, Haarbürsten und Plüschtieren auf und diene damit als Herkunftshinweis. Im Zentrum steht der Vorwurf einer "umgekehrten Verwechslung": Weil Taylor der wesentlich größere Star ist, könnte Maren trotz ihrer älteren Marke plötzlich selbst wie eine Nachahmerin wirken. "Es nennt sich Auslöschung", erklärte Jaymie laut der in der Originalquelle wiedergegebenen Gerichtsanhörung. In Marens Klage heißt es zudem, das US-Patent- und Markenamt habe Taylors Markenanmeldung zunächst wegen einer möglichen Verwechslungsgefahr abgelehnt und das Verfahren ausgesetzt. Taylors Anwalt J. Douglas Baldridge hält eine Verwechslung mit Marens Kabarettarbeit hingegen für unwahrscheinlich. Er wirft ihr außerdem vor, zu lange gewartet und sich online selbst mit dem Album in Verbindung gebracht zu haben.
Das Album "The Life of a Showgirl" erschien am 3. Oktober 2025 und sorgte in den USA für Rekorde. Nach Angaben auf der Website der erfolgreichen Sängerin, die im Juli Travis Kelce (36) im Madison Square Garden heiratete, erzielte das Werk die größte Verkaufswoche eines Albums in der US-Musikgeschichte. Zudem wurde es ihr 15. Nummer-1-Album. Genau diese Größenverhältnisse sind es, auf die Maren ihren Vorwurf der umgekehrten Verwechslung stützt – zwischen einer Kolumnistin und Bühnenkünstlerin aus Las Vegas und Taylor Swift. Die juristische Kernfrage bleibt dennoch eine andere: Ist der künstlerisch gewählte Albumtitel markenrechtlich geschützt oder verletzt er Marens ältere Marke? Eine Entscheidung der Richterin liegt bislang nicht vor.











