Österreich setzt bei Oscars auf Sandra Hüllers Film "Rose"
Österreich setzt bei Oscars auf Sandra Hüllers Film "Rose"Getty ImagesZur Bildergalerie

Österreich setzt bei Oscars auf Sandra Hüllers Film "Rose"

- Julia Geißenhöner
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

Österreich hat seine Entscheidung getroffen: Das Historiendrama "Rose" von Regisseur Markus Schleinzer geht für das Land ins Rennen um den Internationalen Oscar. Damit ruhen die österreichischen Hoffnungen für die kommende Verleihung auf jenem Film, mit dem Sandra Hüller (48) zuletzt auf der Berlinale für Aufsehen sorgte. Die österreichisch-deutsche Koproduktion in Schwarz-Weiß hatte ihre Weltpremiere im Wettbewerb des Berliner Festivals gefeiert. Deadline führt "Rose" bereits als ernstzunehmenden Anwärter innerhalb der Kategorie. Gesichert ist eine Nominierung mit der Auswahl allerdings noch nicht. Der Film muss sich im weiteren Oscar-Auswahlverfahren zunächst gegen die Einreichungen anderer Länder behaupten, bevor die endgültigen Nominierten feststehen.

Für internationale Sichtbarkeit ist unterdessen schon gesorgt. Der Streaminganbieter und Filmverleih Mubi sicherte sich sämtliche Rechte an dem Drama – unter anderem für Nordamerika, Großbritannien, Irland, Italien, Lateinamerika, Australien und Neuseeland. Ein Veröffentlichungstermin steht bislang nicht fest. Den Verkauf übernimmt die Mubi-Tochter The Match Factory, die "Rose" laut Deadline bereits in zahlreiche weitere internationale Märkte vermittelt hat. Inhaltlich spielt Sandra einen geheimnisvollen Soldaten, der während des Dreißigjährigen Krieges in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf auftaucht. Dort erhebt die Figur Anspruch auf einen verlassenen Bauernhof und erkämpft sich mit einer folgenreichen Täuschung die Akzeptanz der Gemeinschaft. Deadline-Kritiker Damon Wise nannte den Film "ein bemerkenswertes Werk, das [Hüllers] Ruf als markantes und zugleich überraschend wandlungsfähiges Talent mit Tilda Swintons Gespür für düsteren, aber intellektuell lohnenden Stoff festigt".

Einen ersten großen Erfolg hatte "Rose" der Schauspielerin schon bei der 76. Berlinale eingebracht: Für ihre Darstellung erhielt sie den Silbernen Bären für die beste Hauptrolle. In dem Historiendrama verkörpert sie eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Die ungewöhnliche Rolle und der Festivalpreis hatten das Projekt bereits Monate vor der österreichischen Oscar-Entscheidung ins Rampenlicht gerückt. Für Markus ist "Rose" der dritte Spielfilm seiner Karriere. Zuvor hatte er 2011 "Michael" und 2018 "Angelo" vorgelegt. Bevor er selbst hinter der Kamera Platz nahm, war der Regisseur fast zwei Jahrzehnte lang als Castingdirektor im Einsatz und arbeitete in dieser Funktion unter anderem mit Michael Haneke zusammen.

Sandra Hüller bei der Eröffnung des 43. Filmfest in München
Getty Images
Sandra Hüller bei der Eröffnung des 43. Filmfest in München
Sandra Hüller bei der Premiere von "Fatherland" beim 79. Filmfestival von Cannes im Palais des Festivals
Getty Images
Sandra Hüller bei der Premiere von "Fatherland" beim 79. Filmfestival von Cannes im Palais des Festivals
Sandra Hüller mit dem Silbernen Bären für die beste Hauptrolle für "Rose" bei der 76. Berlinale im Berlinale Palast
Getty Images
Sandra Hüller mit dem Silbernen Bären für die beste Hauptrolle für "Rose" bei der 76. Berlinale im Berlinale Palast
Hat "Rose" eurer Meinung nach das Zeug, Österreich bei den Oscars zu vertreten?