

Marius Høiby droht Bewegungsverbot in weiten Teilen Oslos
Marius Borg Høiby (29) muss sich womöglich darauf einstellen, große Teile von Oslo künftig nicht mehr betreten zu dürfen. Sollte seine Untersuchungshaft aufgehoben werden, wäre ein umfassendes Bewegungsverbot in der norwegischen Hauptstadt die Bedingung dafür. Wie Dagbladet berichtet, hat die Polizei bereits konkrete Sperrzonen festgelegt, die für den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (53) tabu wären. Dazu zählen den Informationen zufolge unter anderem die Stadtteile Alna, Manglerud, Østre Aker und Ryen. Kontrolliert werden könnte die Einhaltung mit einer sogenannten umgekehrten Fußfessel. Das System schlägt automatisch Alarm und informiert die Polizei, sobald sich der Träger einem der gesperrten Gebiete nähert. Hintergrund der geplanten Maßnahme ist der Schutz von Marius' Ex-Freundin. Gegen ihn besteht ein polizeiliches Näherungsverbot, das sowohl den Kontakt als auch den Aufenthalt in ihrer Nähe untersagt.
Die junge Frau wird in norwegischen Medien als Frogner-Frau bezeichnet. Durch die festgelegten Zonen soll sie sich weiterhin frei an ihrem Wohnort und an jenen Orten bewegen können, die sie regelmäßig aufsucht, ohne dass Marius ihr zu nahe kommt. Die umgekehrte Fußfessel gilt als mögliche Alternative zur Untersuchungshaft, solange das Berufungsverfahren läuft. Über eine tatsächliche Anordnung müssten allerdings das Osloer Amtsgericht und die norwegische Staatsanwaltschaft entscheiden. Erst in der vergangenen Woche war die Untersuchungshaft um weitere vier Wochen verlängert worden. Sowohl das Gericht als auch die Staatsanwaltschaft sahen die Gefahr, dass Marius erneut Kontakt zu einer Geschädigten aufnehmen könnte. Zudem wurde das Risiko weiterer Straftaten als gegeben angesehen. Laut dem Bericht von Dagbladet reagierte er frustriert auf die Entscheidung. Nach eigener Darstellung habe er von der Polizei klare Signale erhalten, dass die Untersuchungshaft unter der Bedingung einer umgekehrten Fußfessel aufgehoben werden könnte.
Bereits Anfang August war geprüft worden, ob Marius trotz der laufenden Ermittlungen aus der Untersuchungshaft entlassen werden kann. Zuvor hatte er diese mit elektronischer Überwachung auf dem Anwesen Skaugum verbracht. Die nun diskutierte umgekehrte Fußfessel hätte jedoch eine andere Funktion: Sie würde nicht lediglich seinen Aufenthaltsort kontrollieren, sondern beim Betreten der festgelegten Schutzzonen unmittelbar einen Alarm bei der Polizei auslösen. Marius war am 15. Juni 2026 vom Osloer Amtsgericht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es unter anderem als erwiesen an, dass er sich der Misshandlung in einer engen Beziehung schuldig gemacht hatte. Hinzu kamen zwei Vergewaltigungen sowie heimliche Aufnahmen von Frauen ohne deren Zustimmung. Gegen das Urteil läuft derzeit das Berufungsverfahren, in dessen Verlauf nun über die weiteren Bedingungen für Marius entschieden wird.







