Brad Pitt verhalf einem "Harry Potter"-Star zum Durchbruch
Manchmal braucht es nur einen Videoabend unter Kollegen, um eine Karriere in Hollywood zu verändern. Vor rund 27 Jahren sorgte Brad Pitt (62) genau dafür: Er brachte Regisseur David Fincher (64) auf die Idee, Helena Bonham Carter (60) als Marla Singer in dem Psychothriller "Fight Club" zu besetzen. Wie Total Film berichtet, kam der Regisseur den Schauspieler damals zu Hause besuchen – und bekam prompt ein Filmprogramm vorgesetzt. Brad spielte ihm die Schlussszene aus "Wings of the Dove – Die Flügel der Taube" vor, in der die Britin emotional aufgewühlt und freizügig zu sehen ist. Seine Ansage ließ dabei keinen Raum für Diskussionen: "Schau dir diese Schauspielerin an! Denk nicht darüber nach, schau sie dir einfach an."
Helena war jedoch vor allem für britische Historienfilme wie "Zimmer mit Aussicht", "Hamlet" und "Wiedersehen in Howards End" bekannt und hatte kaum Hollywood-Erfahrung gesammelt. David geriet nach der Vorführung trotzdem ins Schwärmen: "Ich fand sie in diesem Film emotional hinreißend", erklärte der Regisseur. Doch damit war die Sache noch nicht erledigt – denn die Schauspielerin musste für das düstere Projekt erst gewonnen werden. Ihre Mutter hatte das Drehbuch nämlich vorab gelesen und es laut David "einfach nur furchtbar" gefunden. Erst als der Regisseur die Geschichte persönlich erklärte, drehte sich die Stimmung. Helenas Fazit fiel dann eindeutig aus: "Ich will da mitmachen." Zuvor waren übrigens ganz andere Namen für Marla Singer im Gespräch. Das Studio schlug Reese Witherspoon (50) vor, die David allerdings zu jung erschien. Auch Janeane Garofalo (61), Julia Louis-Dreyfus (65) und Courtney Love (62) wurden gehandelt.
Mit Brad als Tyler Durden, Edward Norton (56) als schlaflosem Erzähler und Helena als Marla Singer entwickelte sich "Fight Club" trotz eines zunächst enttäuschenden Kinostarts zum Kultklassiker. Schon bei der Premiere auf dem Filmfestival in Venedig rechneten die beiden Hauptdarsteller offenbar mit einer schwierigen Reaktion des Publikums – Brad und Edward gingen deshalb bekifft in die Vorführung. Für Helena wurde der Film zum Wendepunkt ihrer Karriere. Sie etablierte sich anschließend als gefragte Charakterdarstellerin, stand mehrfach für Tim Burton (67) vor der Kamera und übernahm später die Rolle der Bellatrix Lestrange in der Harry Potter-Reihe.











