Warum Beckham so lange auf den Ritterschlag warten musste
Auf seinen Ritterschlag musste David Beckham (51) eine halbe Ewigkeit warten – und daran soll ausgerechnet das Finanzamt schuld gewesen sein. In der neuen Biografie "Brand Beckham: The Fame, The Feuds, The Fallouts" von Alison Boshoff heißt es, die britische Steuerbehörde HMRC habe jahrelang Bedenken angemeldet. Der Grund: seine Steuerangelegenheiten und seine Beteiligung an der Kapitalanlagefirma Ingenious Media. Erst im November 2025 durfte der ehemalige Fußballstar dann endlich auf Schloss Windsor niederknien – König Charles (77) schlug ihn zum Ritter. Geehrt wurde er dem Magazin Mirror zufolge für seine Verdienste um den Sport und sein wohltätiges Engagement, allen voran seine Arbeit als UNICEF-Botschafter. Seine Angehörigen begleiteten ihn zu dem festlichen Termin, der einen Weg beendete, der bereits 2013 begonnen hatte. Zwölf Jahre für ein Schwert auf der Schulter – selbst für britische Bürokratie ist das ein stolzer Wert.
Angefangen hatte alles vielversprechend: 2013 schlug Lord Coe den Kicker für die Ritterwürde vor, nachdem David eine wichtige Rolle bei Londons erfolgreicher Olympiabewerbung gespielt hatte. Das zuständige Komitee stufte ihn als geeignet ein. Dann kamen die üblichen Prüfungen durch Polizei, Sicherheitsdienste – und eben HMRC. Ein Insider wird in einem Buchauszug, den Mirror veröffentlichte, deutlich: "HMRC gibt uns eine Kennzeichnung – rot, gelb oder grün. David war rot. Seine Steuern waren das Problem." Ingenious Media hatte mehr als 1.700 Investoren für drei Partnerschaften gewonnen, darunter David und weitere Prominente. Versprochen wurden Gewinne und Steuervergünstigungen bei Investitionen in große Filmprojekte. 2014 leitete die Behörde eine rechtliche Untersuchung ein und sah darin Steuervermeidung statt glaubwürdiger Investition. Die Anleger erhielten Zahlungsaufforderungen über erhebliche Summen. 2021 entschied das Berufungsgericht bei zwei Filmpartnerschaften zugunsten von Ingenious Media: Diese hätten mit Gewinnerzielungsabsicht gehandelt, weshalb Entlastungen auf das allgemeine Einkommen zulässig waren.
Ganz gelassen nahm David die Warteschleife offenbar nicht: Im Zuge der ausgebliebenen Ehrung gelangte ein wütender, eigentlich privater E-Mail-Austausch mit seinem damaligen PR-Berater Simon Oliveira an die Öffentlichkeit – darin bedachte er das Komitee mit deftigen Beschimpfungen. Die Behauptungen zum verzögerten Ritterschlag stammen aus demselben Enthüllungsbuch, das zuletzt auch den langjährigen Konflikt innerhalb der Familie Beckham beleuchtete. Autorin Alison Boshoff schildert dort das angespannte Verhältnis zwischen David und Victoria Beckham (52) und ihrem ältesten Sohn Brooklyn Peltz-Beckham (27) sowie dessen Ehefrau Nicola. Im Mittelpunkt dieser Passagen steht unter anderem die Hochzeit von Brooklyn und Nicola im April 2022 in Palm Beach. Boshoff beruft sich dabei auf Gäste und Insider, die den Bruch in der Familie miterlebt haben wollen. Bei der Zeremonie in Windsor stand die Familie dem Fußballer zumindest teilweise zur Seite.










