Dieser Film lässt Harrison Ford bis heute verzweifeln
Harrison Ford (84) blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück – doch ein Projekt aus dem Jahr 1995 sorgt bei ihm bis heute für Kopfschütteln. In Sydney Pollacks Liebesfilm "Sabrina", einem Remake des gleichnamigen Klassikers von 1954, übernahm der Schauspieler die Hauptrolle des wohlhabenden Geschäftsmanns Linus Larrabee. An seiner Seite standen damals Julia Ormond (61) und Greg Kinnear (63). Rund 31 Jahre nach dem Kinostart fällt sein Fazit laut Far Out Magazine ernüchternd aus: "Irgendwie haben Sydney und ich uns gegenseitig dazu überredet, daran zu arbeiten. Sydney ist inzwischen gestorben. Ich vermisse ihn. Wir haben beide lange genug gelebt, um es zu bereuen." Für den Schauspieler steht rückblickend fest: "Es gibt keinen Grund, etwas zu machen, das bereits gemacht wurde."
Seine Hauptkritik: Die Neuauflage habe dem berühmten Original von Billy Wilder mit Audrey Hepburn (†63) und Humphrey Bogart (†57) in den Hauptrollen nichts Neues hinzugefügt. Auch die renommierte Regie und die prominente Besetzung änderten nichts daran, dass der Film an den Kinokassen floppte. Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Linus, der die Romanze seines jüngeren Bruders David mit der Chauffeurstochter Sabrina verhindern will – schließlich ist David bereits mit der Tochter eines wichtigen Geschäftspartners verlobt. Linus täuscht deshalb eigene Gefühle für Sabrina vor, verliebt sich am Ende jedoch tatsächlich in sie. Einen positiven Effekt räumt Harrison dem Projekt dennoch ein: "Zum Glück haben wir die Karrieren von Greg Kinnear und Julia Ormond ins Rollen gebracht. Julia war in dem Film wunderbar, und sie hat danach eine gute Karriere gemacht. Es war ein ehrenwerter Versuch, ein bizarres Abenteuer für uns beide."
Dass der Schauspieler offen Kritik an seinen eigenen Werken äußert, ist nicht neu. Auch über den heute als Science-Fiction-Klassiker gefeierten "Blade Runner" aus dem Jahr 1982 sprach er kritisch. Bereits 2002 erklärte er gegenüber Playboy, dass ihn an der ursprünglichen Kinofassung zwei Dinge gestört hätten: das vom Studio durchgesetzte Voiceover sowie das nachträglich verlangte Happy End. Anders als bei "Sabrina" gilt der Film trotz seiner Einwände inzwischen als Meisterwerk.










