Country-Ikone Dolly Parton war die Frau der Rekorde
Mit Songs wie "Jolene", "9 to 5" und "Here You Come Again" schrieb sie Musikgeschichte – doch Dolly Partons (†80) Vermächtnis reicht weit über ihre Welthits hinaus. Die berühmte Countryikone, die am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren in ihrer Wahlheimat Nashville starb, war vor allem eine Frau der Rekorde. Mehrfach ist Dolly im Guinness-Buch der Rekorde gelistet: So hält sie unter anderem die Bestmarke für die meisten veröffentlichten Studioalben einer weiblichen Countrysängerin sowie für die meisten Top-10-Platzierungen einer Künstlerin in den Countryalbumcharts. Weitere Zahlen ihrer Laufbahn sind beeindruckend: 25 Dolly-Songs schafften es an die Spitze der Billboard-Country-Charts. Was mit ihrem Debütalbum "Hello, I'm Dolly" im Jahr 1967 begann, entwickelte sich zu mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern.
Dolly feierte aber nicht nur als Sängerin Erfolge – als Songwriterin prägte sie auch die Karrieren anderer Musiker. "I Will Always Love You", das später in der Version von Whitney Houston (†48) zum weltweiten Hit wurde, stammt beispielsweise aus ihrer Feder. Für Tina Turners (†83) Solodebütalbum "Tina Turns the Country On" schrieb sie den Titel "There'll Always Be Music". Daraus folgt eine lange Liste von Auszeichnungen: Sie erhielt mehrere Grammys inklusive eines Preises für ihr Lebenswerk, einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und 2022 die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame. 2025 ehrte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences sie bei den Governors Awards mit dem Jean Hersholt Humanitarian Award. Ganz besonders sichtbar ist ihr Erbe in Tennessee: Der bereits seit den 1960er-Jahren bestehende Freizeitpark Dollywood erhielt 1986 seinen heutigen Namen, nachdem die Sängerin Anteile an der Muttergesellschaft übernommen hatte.
Mit diesem Park erfüllte sich Dolly einen Kindheitstraum, wie sie gegenüber USA Today berichtete: "Als ich hier in den Great Smoky Mountains aufwuchs, kamen wir immer wieder in diese Gegend. Wenn die County Fair stattfand, kamen wir in die Stadt, und ich dachte mir immer: Wenn ich es einmal zu etwas bringe, wenn ich reich werde, wie ich es mir erträume, würde ich gerne etwas Besonderes tun, nach Hause zurückkehren und meinen eigenen Park bauen." Ihr Tod wurde durch ihren Neffen Bryan Seaver im Namen der Familien Parton und Owens auf Instagram bekannt gegeben. Eine Todesursache wurde zunächst noch nicht genannt. Bereits letztes Jahr hatte die Musikerin aus gesundheitlichen Gründen mehrere Termine abgesagt, beispielsweise auch ihre Las-Vegas-Show. Damals betonte sie auf Instagram: "Nichts Gravierendes, aber ich musste einige Termine absagen, um zu Hause zu sein. Aber ich wollte euch wissen lassen, dass ich nicht sterbe."










