Darum wollte Dolly Parton (†80) keine eigenen Kinder haben
Dolly Parton ist im Alter von 80 Jahren gestorben – eigene Kinder hinterlässt die Countrylegende nicht. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Carl Dean hatte sich die Sängerin während ihrer fast 60-jährigen Ehe bewusst gegen Nachwuchs entschieden. Warum das so war, erklärte sie einst selbst in einer Folge der Sendung "The Oprah Conversation". Dort erklärte die Musikerin, dass ihr das Leben ohne eigenen Nachwuchs genau den Freiraum verschafft habe, den ihre Laufbahn verlangte. "Da ich keine Kinder hatte und mein Mann ziemlich unabhängig war, hatte ich Freiheit", sagte sie in dem Gespräch offen. "Deshalb glaube ich, dass ein großer Teil meines gesamten Erfolgs darauf zurückzuführen ist, dass ich frei war, zu arbeiten." Für die "Jolene"-Sängerin war ihre Entscheidung damit eng mit ihrem beruflichen Weg verbunden.
Gleichzeitig sah Dolly (†80) in ihrer Kinderlosigkeit die Grundlage dafür, sich für unzählige andere Kinder starkmachen zu können. "Ich hatte keine Kinder, weil ich glaubte, dass Gott das nicht für mich vorgesehen hatte, damit die Kinder aller anderen meine sein konnten und ich Dinge wie die Imagination Library ins Leben rufen konnte", erzählte sie bei "The Oprah Conversation". "Denn wenn ich nicht die Freiheit zum Arbeiten gehabt hätte, hätte ich all die Dinge, die ich getan habe, nicht getan. Ich wäre nicht in der Lage gewesen, all die Dinge zu tun, die ich jetzt tue." Die von ihr gegründete Imagination Library verschickt unabhängig vom Einkommen der Familien kostenlose, hochwertige Bücher an Kinder von der Geburt bis zum Alter von fünf Jahren.
Ihr Einsatz für Kinder prägte auch das, was Dolly sich für ihr eigenes Vermächtnis wünschte. Zwar wurde sie jahrzehntelang als "Queen of Country" gefeiert, doch ein anderer Titel bedeutete ihr fast noch mehr: der Spitzname "Bücherfrau", den ihr Kinder gegeben hatten. Mit der Imagination Library wollte die Countrysängerin junge Menschen früh fördern und ihnen einen einfachen Zugang zu Lesestoff verschaffen. Ihr soziales Engagement stellte die "9 to 5"-Interpretin damit über den Ruhm, den sie sich mit ihrer Musikkarriere hart erarbeitet hatte. Wie eng die Verbindung zwischen ihrem Privatleben und ihrem Herzensprojekt war, machte sie im Interview mit Oprah Winfrey (72) deutlich: Gerade weil sie keine eigenen Kinder hatte, konnte sie nach eigener Aussage so viel Zeit und Arbeit in Angebote für zahlreiche Familien investieren. Was als persönliche Entscheidung begann, wurde so zur Basis für ein Projekt, das Millionen Kinder erreichte.








