Das waren die großen Hits von Country-Ikone Dolly Parton
Die Musikwelt trauert um Dolly Parton (†80): Die Country-Ikone ist jetzt im Alter von 80 Jahren gestorben. Mehr als sechs Jahrzehnte lang schrieb die Sängerin Musikgeschichte – mit Liedern, die längst weit über die Grenzen des Countrygenres hinaus bekannt sind. Ihre Songs handelten von Liebe, Eifersucht, Armut, Familie und weiblicher Selbstbestimmung, oft mit einem Augenzwinkern und stets mit ihrer unverwechselbaren Stimme. Ob im Duett, als Filmsoundtrack oder in gefühlvollen Balladen: Dolly verstand es, ganz persönliche Geschichten in Melodien zu verwandeln, die Millionen Menschen mitsingen konnten. Zahlreiche ihrer Kompositionen wurden von anderen Künstlern gecovert und feierten dadurch immer wieder neue Erfolge.
Ihr wohl bekanntester Klassiker ist "Jolene": Darin richtet Dolly eine eindringliche Bitte an eine andere Frau, ihr nicht den Partner auszuspannen. 35 Jahre später wechselte sie die Perspektive und erzählte in "Cologne" aus der Sicht einer Geliebten. "Coat of Many Colors" wiederum basiert auf einer Kindheitserinnerung: Ihre Mutter Avie Lee Caroline nähte ihr aus Stoffresten einen bunten Mantel. Der Song stellt die Liebe einer Mutter über materiellen Reichtum – und war laut Dolly ihr persönlicher Favorit unter all ihren Werken. 1980 folgte "9 to 5" als Titelsong der Filmkomödie "Warum eigentlich ... bringen wir den Chef nicht um?". Benannt nach einer Vereinigung für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz, entwickelte sich das Lied zur Hymne berufstätiger Frauen. "I Will Always Love You" entstand nach dem Ende ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit ihrem Gesangs- und TV-Partner Porter Wagoner. Statt Verbitterung stellte sie einen schmerzhaften, aber liebevollen Abschied in den Mittelpunkt. Ihren Popdurchbruch feierte sie 1977 mit "Here You Come Again": Der Song erreichte Platz eins der US-Country-Charts, Platz drei der Billboard Hot 100 und brachte ihr eine Grammynominierung in der Popkategorie ein.
Viele ihrer persönlichsten Lieder waren eng mit ihrer eigenen Biografie verbunden. Dolly wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und arbeitete sich zur erfolgreichen Entertainerin, Geschäftsfrau und Philanthropin hoch. Ihre Herkunft, ihre Familie und die Rolle der Frau griff sie immer wieder in ihrer Musik auf. "Just Because I'm a Woman" etwa entstand nach einem Gespräch mit ihrem Ehemann Carl Thomas Dean (†82) über ihre sexuelle Vergangenheit – bereits 1968 setzte sie sich darin mit den unterschiedlichen moralischen Maßstäben für Männer und Frauen auseinander. Wie tief ihre Verbundenheit zu Familie und Glauben war, zeigte sich auch bei "Shine On": Den Song nahm sie in der kleinen Kirche ihres Heimatorts auf, in der ihr Großvater Jacob "Jake" Robert Owens als Pfingstprediger gewirkt hatte. Abseits der Bühne setzte sich die Sängerin mit ihrer Dollywood Foundation für die Bildung von Kindern ein und unterstützte Opfer von Naturkatastrophen mit Spenden. Noch 2026 nahm sie ihre Hoffnungshymne "Light of a Clear Blue Morning" gemeinsam mit Miley Cyrus (33), Reba McEntire, Queen Latifah (56) und Lainey Wilson (34) neu auf.










