König Charles und William droht Rechnung von 11,6 Millionen
König Charles III. (77) und seinem Sohn Prinz William (44) könnte schon bald eine Millionenrechnung ins Haus flattern: Wegen verschärfter Energiestandards für Mietwohnungen drohen den beiden Royals Kosten von umgerechnet mehr als 11,6 Millionen Euro. Das geht aus einer Untersuchung von The Guardian hervor. Die Zeitung wertete mehr als 700 Energieausweise von Immobilien des Herzogtums Cornwall, des Herzogtums Lancaster und des Sandringham-Anwesens aus. Das Ergebnis: 630 Objekte erreichen derzeit nur die Energieeffizienzklasse D oder schlechter. Nach den Plänen der Regierung sollen privat vermietete Häuser bis 2030 mindestens die Klasse C erreichen – bislang gilt Klasse E als Untergrenze. Spiegelt die Stichprobe den gesamten königlichen Immobilienbestand wider, müssten womöglich mehr als 1.000 vermietete Häuser modernisiert werden.
Parallel dazu schildern Mieter erhebliche Probleme in den königlichen Häusern. Ein Bewohner einer Immobilie des Herzogtums Cornwall berichtete gegenüber The Guardian, sein Zuhause sei größtenteils ungedämmt und werde mit Kohleöfen beheizt. Die Unterkunft bezeichnete er als "archaisch". Auch weitere Mieter sollen sich über kalte Wohnräume, belastende Wintermonate und lange Wartezeiten bei Reparaturen beklagt haben. Das Herzogtum Cornwall verwies auf die besonderen Schwierigkeiten bei der Sanierung: Viele der Gebäude seien historisch und lägen in abgelegenen ländlichen Gegenden oder auf Inseln. Seit 2022 seien bereits rund 12,8 Millionen Euro in Verbesserungen an Wohnhäusern geflossen, weitere rund 58,2 Millionen Euro seien für bestehende Immobilien eingeplant. Für Vermieter, die Häuser trotz verfehlter Anforderungen weiter vermieten, sieht die geplante Regelung außerdem Geldbußen von bis zu 35.000 Euro pro Objekt vor.
Brisant sind die Zahlen vor allem deshalb, weil sich Charles und William seit Jahren öffentlich für Umwelt- und Klimaschutz starkmachen. Der Prinz von Wales rief 2020 den Earthshot Prize ins Leben, der Lösungen für zentrale Umweltprobleme fördert und auszeichnet. Das Herzogtum Cornwall mit seinem umfangreichen Immobilienbestand ging 2022 an ihn über, nachdem sein Vater den Thron bestiegen hatte. Der Monarch selbst beschäftigt sich schon seit mehr als fünf Jahrzehnten mit ökologischen Fragen: Bereits 1970 warnte er öffentlich vor Umweltverschmutzung und Plastikmüll, später engagierte er sich unter anderem für ökologische Landwirtschaft und nachhaltigeres Wirtschaften. Bis heute zählen das Herzogtum Lancaster und Sandringham zum Besitz von Charles.









