In London hatte König Harald einen besonderen Rückzugsort

In London hatte König Harald einen besonderen Rückzugsort

- Promiflash Redaktion
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London war für König Harald V. (†89) weit mehr als nur ein Ziel für offizielle Termine. Über viele Jahre verbrachte der norwegische Monarch dort immer wieder Zeit mit Königin Sonja (89) – und genoss dabei eine Freiheit, die ihm in seiner Heimat nur selten vergönnt war. Besonders die norwegische Botschafterresidenz nahe der Kensington Gardens wurde für das Paar zu einem vertrauten Rückzugsort. Botschafter Tore Hattrem erinnert sich, dass Harald und Sonja dort regelmäßig wohnten, wenn sie sich in der britischen Hauptstadt aufhielten. Gerade die vergleichsweise große Anonymität machte London für Harald offenbar so besonders. Dort konnte er sich deutlich ungezwungener bewegen als in Norwegen. Restaurantbesuche, private Treffen oder ein Tee mit König Charles (77) und Königin Camilla (79) waren möglich, ohne dass jeder Schritt sofort öffentlich wurde.

Harald selbst brachte seine Verbundenheit mit der Stadt laut VG bereits 2005 auf den Punkt: "Ich fühle mich hier zu Hause." Die enge Beziehung zu Großbritannien hatte allerdings noch tiefere Wurzeln. Harald hatte einst in Oxford studiert und pflegte über Jahrzehnte persönliche Kontakte zu Freunden und Verwandten im Land. Auch Charles kannte er laut Hattrem bereits sein ganzes Leben lang – nicht nur als entfernten Verwandten, sondern auch als persönlichen Freund. London verband für Harald damit Erinnerungen an seine Jugend, Familie und ein Stück Normalität abseits des royalen Alltags. Die norwegische Botschafterresidenz spielte zudem schon lange eine besondere Rolle für das Königshaus. Die Familie nutzt das Gebäude bereits seit den 1930er-Jahren, während des Zweiten Weltkriegs wurde London für die norwegische Monarchie sogar zu einem wichtigen Zufluchtsort. Für Harald bekam die Stadt dadurch über Jahrzehnte eine ganz eigene Bedeutung.

Nach seinem Tod am 28. August bleiben nun auch Erinnerungen an diese privaten Momente zurück. Während Harald in Norwegen fast überall als König erkannt wurde, konnte er sich in London zumindest zeitweise einfach etwas freier bewegen. Wie eng Harald mit Großbritannien verbunden war, zeigte sich auch nach seinem Tod. König Charles reagierte mit einer persönlichen Trauerbotschaft und bezeichnete den Norweger darin als seinen "lieben Cousin". Zugleich würdigte er Harald als einen "sehr geliebten Verwandten und Freund", dessen Freundlichkeit, Mitgefühl und Pflichtgefühl über Jahrzehnte hinweg zu spüren gewesen seien. Die beiden Königshäuser sind seit Generationen familiär eng verbunden – für Harald war London deshalb offenbar nicht nur ein Rückzugsort, sondern auch ein Ort voller persönlicher Beziehungen.

König Harald V. vor dem norwegischen Pokalfinale zwischen Bodø/Glimt und Brann in Oslo
Imago
König Harald V. vor dem norwegischen Pokalfinale zwischen Bodø/Glimt und Brann in Oslo
König Harald mit König Charles am Nationalmuseum in Oslo
Getty Images
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Offizielles Foto von Sonja von Norwegen, Prinz Charles, Camilla, Herzogin von Cornwall, und Harald von Norwegen im Königspalast in Oslo
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Könnt ihr verstehen, warum London für König Harald ein so besonderer Rückzugsort war?