Chris Brown will wegen Tour nicht vor Gericht erscheinen
Chris Brown (37) hat offenbar keine Zeit für einen Auftritt vor Gericht: Der Sänger will einer gerichtlich angeordneten Prüfung seiner Finanzen am Van-Nuys-Gericht in Los Angeles derzeit fernbleiben. In einem neuen Antrag, der TMZ vorliegt, begründet der Musiker das mit seiner landesweiten Tournee an der Seite von Usher (47). Die Konzertreise nehme ihn zeitlich stark in Anspruch und werde womöglich sogar noch um weitere Termine verlängert. Der Termin wurde von seiner ehemaligen Haushälterin Maria Avila veranlasst. Sie möchte unter anderem Einsicht in Bankauszüge und weitere Finanzunterlagen erhalten, um zu klären, wie die ihr zugesprochene Entschädigung in Höhe von 13 Millionen Dollar (11.140.629 Euro) gezahlt werden kann. Besonders brisant ist dabei eine frühere Entscheidung des zuständigen Richters. Dieser hatte Maria bereits gestattet, einen Teil der Tourneeeinnahmen des Sängers zu erhalten – so lange, bis die offene Summe vollständig gezahlt ist.
In den Gerichtsunterlagen führt Chris noch ein weiteres Argument ins Feld: Er lebe inzwischen in Las Vegas und damit mehr als 150 Meilen (ca. 240 Kilometer) vom zuständigen Gericht entfernt. Aktuell komme es für ihn nicht infrage, für die Befragung zu seinen Vermögensverhältnissen eine so lange Reise auf sich zu nehmen. Zudem betont der Musiker, dass es keinerlei Belege dafür gebe, dass er Vermögenswerte versteckt oder in betrügerischer Absicht beiseitegeschafft habe, um sich vor der Zahlung zu drücken. Sämtliche Vorwürfe eines Fehlverhaltens weist er entschieden zurück. Seine frühere Haushälterin gibt sich damit allerdings nicht zufrieden: Maria versucht weiterhin, die ihr gerichtlich zugesprochene Summe tatsächlich einzutreiben. Da eine freiwillige Begleichung bislang ausblieb, setzt sie auf den Weg über die Einkünfte des Sängers – und damit vor allem über das Geld, das er aktuell mit seinen Konzerten verdient.
Hintergrund der millionenschweren Forderung ist ein Vorfall in Chris' Haus in Los Angeles. Dort war Maria als Haushälterin angestellt und wurde von einem Hund angegriffen. Die juristische Auseinandersetzung zieht sich bereits seit einiger Zeit hin. Schon vor etwa fünf Wochen wurde bekannt, dass die Klägerin weitreichende Einsicht in die Finanzunterlagen des Sängers beantragt hatte. Damit wollte sie erreichen, dass die ihr zugesprochene Summe unmittelbar aus seinen laufenden Einnahmen beglichen wird. Im Fokus stand dabei schon damals die "The R&B Tour", die Chris gemeinsam mit Usher bestreitet. Maria wollte auf die dort erzielten Einnahmen zugreifen – ein Anliegen, dem der Richter inzwischen zumindest teilweise stattgegeben hat. Wie es nun mit dem Termin zur Prüfung der Finanzen weitergeht, ist bislang offen. Laut TMZ fordert Chris in all diesem Trubel indes einen neuen Prozess.










