5.500 Euro: Riesen-Uhr wird bei "Bares für Rares" zum Flop
5.500 Euro: Riesen-Uhr wird bei "Bares für Rares" zum FlopZDF/Frank BeerZur Bildergalerie

5.500 Euro: Riesen-Uhr wird bei "Bares für Rares" zum Flop

- Viviane Schmidt
Lesezeit: 2 min
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Ein teurer Fehlgriff hat Dirk Knöbber bei Bares für Rares eingeholt. Der Arzt und Uhrensammler brachte eine prunkvolle französische Standuhr mit in die ZDF-Trödelshow, die er zuvor für stolze 5.500 Euro bei einer Auktion ersteigert hatte. Dabei hatte er allerdings ein entscheidendes Detail übersehen: die Größe. Weder auf den Bildern noch im Kleingedruckten war ihm aufgefallen, dass die Uhr knapp einen Meter misst. Erst bei der Lieferung wurde Dirk klar, was für einen Koloss er sich da eigentlich gekauft hatte. Bei Bares für Rares wollte er das sperrige Stück nun wieder loswerden – doch auch dort machte ihm die Uhr einen Strich durch die Rechnung.

Mit einem klaren Wunsch war der Sammler in die Sendung gekommen: Mindestens 5.000 Euro sollten es sein, damit die Lücke zum einstigen Kaufpreis von 5.500 Euro möglichst klein bleibt. Die Experten hielten das gar nicht für unrealistisch und schätzten die mit dem französischen Kunsttischler André-Charles Boulle in Verbindung gebrachte Uhr auf 4.000 bis 5.000 Euro. Im Händlerraum folgte allerdings die Ernüchterung. Neben der ungewöhnlichen Größe sorgte vor allem der fehlende Sockel für Kritik. Nach einem ersten Gebot von gerade einmal 500 Euro ging es zwar noch nach oben, doch bei 3.000 Euro von Julian Schmitz-Avila (40) war Schluss. Das war Dirk deutlich zu wenig: Er lehnte ab und musste seine riesige Uhr schließlich wieder mit nach Hause nehmen.

Dirk ist allerdings nicht der einzige Bares für Rares-Verkäufer, bei dem sich eine hohe Investition nicht ausgezahlt hat. Auch Carmen Herget aus Lampertheim erlebte mit der Biedermeier-Wiege ihrer verstorbenen Großmutter eine herbe Überraschung. Rund 10.000 D-Mark hatte sie einst in die Restaurierung des Familienerbstücks gesteckt. Umgerechnet entspricht das etwa 5.100 Euro. Gutachterin Friederike Werner taxierte die Wiege allerdings auf höchstens 1.000 Euro. Der Grund: Biedermeier-Möbel seien derzeit kaum gefragt, zudem bevorzugten Sammler häufig Stücke im Originalzustand. Die kostspielige Restaurierung ließ den Verkaufswert also keineswegs entsprechend steigen.

Experten Patrick Lessmann, Bianca Berding, Moderator Horst Lichter, Experten Heide Rezepa-Zabel und Detlev Kümmel bei "Bares für Rares"
ZDF/Frank Beer
Experten Patrick Lessmann, Bianca Berding, Moderator Horst Lichter, Experten Heide Rezepa-Zabel und Detlev Kümmel bei "Bares für Rares"
Julian Schmitz-Avila bei "Die Pfandhaus-Profis"
RTL
Julian Schmitz-Avila bei "Die Pfandhaus-Profis"
Dr. Friederike Werner, "Bares für Rares"-Expertin
ZDF / Frank W. Hempel
Dr. Friederike Werner, "Bares für Rares"-Expertin
Hat Dirk richtig gehandelt, als er die 3.000 Euro für die französische Standuhr ausgeschlagen hat?