"Bares für Rares" endet für Verkäuferin im 4.500-Euro-Fiasko
Für Carmen Herget aus Lampertheim endete ein Auftritt bei Bares für Rares in einem echten Verlustgeschäft. Die Verkäuferin brachte die Wiege ihrer verstorbenen Großmutter in die Sendung – ein Erbstück aus der Biedermeier-Zeit, in dessen Restaurierung sie einst stolze 10.000 DM, also umgerechnet rund 5.000 Euro, investiert hatte. Doch schon im Expertengespräch wurden die Erwartungen gedämpft: Gutachterin Friederike Werner bescheinigte dem Stück zwar eine gelungene Restaurierung, merkte jedoch an, dass Biedermeiermöbel auf dem heutigen Markt kaum noch gefragt seien – und wenn, dann am liebsten im Originalzustand. Mehr als 1.000 Euro seien laut ihrer Einschätzung nicht drin.
Trotzdem wagte Carmen den Gang in den Händlerraum – was sich als keine besonders gute Idee erwies. Händler Walter "Waldi" Lehnert (59) und seine Kollegen zeigten sich von ihrer unerbittlichen Seite und stellten aufgrund der umfangreichen Restaurierung sogar das genaue Alter des Stücks infrage. Die Verhandlungen kamen nur schleppend in Gang. Am Ende war es Julian Schmitz-Avila (39), der ein Angebot von glatten 500 Euro auf den Tisch legte – und dabei blieb. Carmens Versuche, ihn mit gutem Zureden zu mehr zu bewegen, blieben erfolglos. Schließlich stimmte sie dem Verkauf zu. Auch wenn es manchmal Enttäuschungen gibt, erzielen vermeintlich unscheinbare Stücke oft erhebliche Summen.
"Bares für Rares" läuft bereits seit 2013 erfolgreich im ZDF und begeistert ein treues Publikum. Einen wesentlichen Anteil am Erfolg der Show, bei der es durchaus hitzig zugehen kann, hat Moderator Horst Lichter (64), der zum Publikumsliebling avancierte. Das Konzept ist dabei stets dasselbe: Privatpersonen lassen ihre Mitbringsel von Experten begutachten und versuchen anschließend im Händlerraum, einen möglichst guten Preis zu erzielen. Dass das nicht immer aufgeht, musste nun auch Carmen am eigenen Leib erfahren – am Ende stand für sie ein Verlust von rund 4.500 Euro zu Buche.










